Eishockey

Ein SMS von Bader an Vanek

Keiner der drei Österreicher überlebte die erste Runde im Play-off der National Hockey League: Nach Michael Grabner mit den New Jersey Devils, Michael Raffl mit den Philadelphia Flyers scheiterte auch Thomas Vanek mit den Columbus Jackets. Obwohl die Serie gegen die Washington Capitals mit zwei Auswärtssiegen in der Verlängerung begonnen hatte. Und dann folgen drei  Niederlagen: Daheim 2:3 in der Verlängerung und 1:4, in Washington 3:4 wieder in der Overtime, schließlich Montag daheim 3:6, als Vanek in der vierten Linie nur auf 8:36 Minuten-Eiszeit kam..Washington trifft jetzt auf den den Titelverteidiger, Philadelphia-Bezwinger Pittsburgh mit Sid Crosby, die zweite Paarung im Osten heißt Tampa gegen Toronto oder Boston. Das Semifinale im Westen: Vegas Knights- San Jose Sharks, Winnipeg Jets – Nashville Predators.

 

Auch Vanek gestand, dass Washington am Ende die stärkere Mannschaft war, mit dem Russen Alex Ovechkin auch den herausragenden Einzelspieler besass. Das Scheitern des rot.weiß-roten Trios bedeutet, das alle drei für Österreivh bei der WM in Kopenhagen um den Klassenerhalt spielen könnten. Bei Michael Raffl sieht es sehr gut aus, Grabner sagte ab, weil der 29jährige ohne einen Klub für die nächste Saison zu haben, keine Verletzung riskieren will. Der Kärntner hofft ja noch auf einige Jahre in der besten Liga der Welt. Vaneks Zukunft ist ungewiss. Und daher spekuliert Teamchef Roger Bader, dass ihn mit 34, wenn sich die Laufbahn eher schon dem Ende zuneigt, vielleicht noch seine vierte A-WM mit Österreich reizen könnte. Die Frage ist, ob Vanek von seiner Frau und den drei Söhnen, die weiter in Minnesota lebten, als er für Vancouver und Columbus spielte, für weitere drei Wochen getrennt sein will. Daher schickte Bader Vanek Dienstag Nachmittag ein SMS mit der Frage, ob ein Telefongespräch über die WM Sinn mache oder nicht. So hatten es beide bei einem Treffen in New York vor fünf Monaten ausgemacht.

Vor dem Flug zum Turnier nach St. Petersburg strich der Teamchef die Verteidiger Dominic Hackl (Vienna Capitals), Ramon Schnetzer (KAC) sowie Dornbirn-Stürmer Daniel Ban aus dem WM-Kader. Weiter dabei ist der 22jährige Stürmer Lukas Kainz aus Salzburgs zweiter Mannschaft. Beachtlich. Sonntag erfahren die Schweiz-Legionäre Stefan Ulmer und Patrick Obrist von Bader, ob er sie für Kopenhagen benötigt. Bei Verteidiger Ulmer kann man davon ausgehen, er gilt als Fixstarter. Bei Kloten-Stürmer Obrist stehen die Chancen 50:50. Hängt davon ab, welche Leistungen Bader von den Stürmern bei den letzten drei WM-Tests in St.Petersburg gegen Weißrussland, Norwegen und Russland B sehen wird. Fest steht, dass die Mannschaft, die das erste WM-Spiel gegen die Schweiz am 5. Mai bestreiten wird, vorher nie in dieser Besetzung zusammen gespielt hat. Weil Michael Raffl, Ulmer und Obrist bei allen Tests in diesem Jahr fehlten. Das würde auch auf Vanek zutreffen.

Foto: ÖEHV.

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