Eishockey

Endlich! Jetzt gibt es auch eine Gewerkschaft der Eishockeyspieler

Der KAC verabschiedete  Freitag Abend vor dem 3:1 im Kärntner Derby gegen Villach Patrick Harand, (Bild oben),  der bis zum Corona-Abbruch in der letzten Saison eine Leitfigur, aber mit 36 Jahren offenbar für eine Vertragsverlängerung zu alt. Inzwischen ist der gebürtige Wiener Nachwuchstrainer im Grazer Leistungszentrum. Und dafür verantwortlich, dass es seit Montag endlich auch eine Gewerkschaft für Eishockeyspieler (und Spielerinnen) gibt. Wie seit Jahren für Fußballer und seit kurzem auch für die Basketballer. Über 30 Jahre wurde das Projekt gewälzt, mit Verspätung, aber erst jetzt gelang es, dies unter dem Dach der Daseinsgewerkschaft younion zu fixieren. Der Name: Eishockeyspieler Union (EU). Im Sommer sprach Harand Alexander Tomanek, seinen ehemaligen Mitspieler bei den Vienna Capitals, jetzt Jurist in der  Arbeiterkammer, darauf an, es nochmals mit der Gründung einer Gewerkschaft zu versuchen. Sie holten auch Philipp Lukas, wie Harand Ex-Teamspieler und langjähriger Kapitän der Linzer Black Wings, mit ins Boot.

Das Trio klemmte sich dahinter. Montag war der Gründungstag. Im Beisein der  Spielervertreter der acht österreichischen Klubs aus der ICE-Liga und eines Gastes aus der National Hockey League: Auch Michael Raffl, Stürmer der Philadelphia Flyers, derzeit auf Heimaturlaub in Villach, gehört zu den 100 Spielern, die in den ersten Tagen drei Tagen ihren Beitritt erklärten. Ebenso Konstantin Komarek, der in der KHL bei Dinamo Riga spielt, Peter Schneider, jetzt in Tschechien bei Kometa Brno unter Vertrag oder Lugano-Legionär Raphael Herburger. Sie wählten Tomanek zu ihrem Vorsitzenden.

Es gibt breite Unterstützung für die neue Gewerkschaft. Von den inzwischen 85 jährigen Legende Walter Znenahlik, von Ex-Teamchef  Herbert Pöck, von Harands Vater Kurt, von Jahrhundert-Goalie Reinhard Divis. Tomanek informierte sowohl den Verband als auch die Liga und die Klubs von der Gründung, Ob das überall positiv aufgenommen wurde? Es ist noch in Erinnerung, wie in Salzburg oder auch von Vienna Capitals-Boss Hans Schmid früher Konsequenzen für die Spieler angekündigt  wurden, sollten sie eine Gewerkschaft beitreten, falls sie gegründet wird. „Wir sehen uns nicht als Opposition zu den Klubs“, versicherte Tomanek. Eine Offensive gegen die umstrittene Punkteregelung, die eindeutig die Importe bevorzugt, die österreichischen Spieler benachteiligt, ist nicht geplant. Der Prozess von Harands Bruder Chris gegen Dornbirn zu diesem Thema läuft seit Jahren. Das vorrangige Ziel der Gewerkschaft heißt einen Kollektivvertrag mit einem Mindestgehalt zu erreichen. Und das ist mehr als legitim.

In der ICE Liga gibt es neue ausländische Torhüter: Bei Villach den 28 jährigen Kristers Gudlevskis, Lettlands 28 jährigen und 1,92 Meter großen Teamtorhüter, der zuletzt in Bremerhaven bei den Fischtown Penguins spielte. Die Grazer 99ers sicherten sich den 20 jährigen Kanadier Oliver Rodrigue aus der Quebec League, der letztes Jahr von Edmonton gedraftet wurde. Am letzten Wochenende konnten drei junge österreichische Torhüter aufzeigen: Alexander Schmidt bei Villach, Felix Nussbaumer bei Graz mit einem Shut-out gegen den KAC und Sebastian Wraneschitz bei den Vienna Capitals.

Foto: Ice League.

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