Fußball

Erstmals war bei Austria alles perfekt und optimal: Aber wie lange noch Thalhammer beim LASK?

Die Worte perfekt und optimal konnte Austrias Trainer Manfred Schmid in den ersten sechs Runden eigentlich nie in den Mund nehmen. Sonntag Nachmittag war es ihm vergönnt. Es wird wenige geben, die dies nicht verstanden haben oder mit ihm freuten. Wenn sie unvoreingenommen sind. Denn Austria schaffte mit dem völlig verdienten 2.0 (0:0) in Pasching beim LASK den ersten Sieg dieser Saison. Auch wenn man über das Führungstor diskutieren kann, weil der Ball am Ellbogen  von Eric Martel (Bild oben) war, bevor er LASK-Tormann Alexander Schlager nach 76 Minuten keine Chance ließ. Der Video Assistant Referee in Meidling, Markus Hameter, sah jedenfalls keinen Grund, Schiedsrichter Alan Kijas in die Video Area zu schicken.

Austria gab die rote Laterne des Letzten an WSG Tirol ab, überholte auch die Linzer, die in sieben Runden, davon die letzten sechs ohne Sieg nur fünf Tore erzielten. Die wenigsten in der Liga.  Perfekt fand Schmid die Anfangsphase der Austria. Da dominierte die Austria, hatte Marco Djuricin nach idealem Pass von Kapitän Markus Suttner schon die Führung am Fuß, traf aber das Tor nicht. Dabei fehlten Schmid mit Dominik Fitz und Georg Teigl  zwei Spieler der Stammbesetzung, begann mit Leonardo Ivkic ein 18 jähriger als Rechtsverteidiger. Schmid agierte mit drei Innenverteidigern, praktisch mit Fünferabwehr, ohne sich wirklich zurückzuziehen. In der zweiten Hälfte wurden mit  Muharem Huskovic noch ein18 jähriger und Matthias Braunöder noch ein 19 jähriger eingewechselt. Torschütze Martel ist auch erst 19 Jahre alt. Die Kehrseite der Medaille: Eigentlich unvorstellbar, dass die bayrische Leihgabe von  Leipzig über diese Saison bei Austria bleibt.

Für Martel war es das erste Saisontor, für die andere Leipzig-Leihgabe, Noah Ohio, sein erstes in Violett. Er kam statt Djuricin. Erst sein zweiter Treffer zählte nach 95 Minuten, das erste sechs Minuten zuvor nicht. Der VAR wies dabei seine Abseitsstellung nach. Beim Konter nach idealer Vorarbeit von Huskovic war alles in Ordnung. Schmid: „Ich bin stolz darauf, dass ich diesen Tag erleben durfte“. Austria ist seit jetzt vier Runden ungeschlagen. Ausgleichschancen für den LASK? Eigentlich nur nach 92 Minuten. Die vergab nach einem Fehler von Christian Schoissengeyr Thomas Goiginger, übersah dabei den frei stehenden  Mamadou Karamoko. Die Gesten des Franzosen in Richtung Goiginger sagten einiges, wie es intern beim LASK offenbar aussieht.

„Gegen Austria 0:2 zu verlieren, ist zu wenig. Wir sind jetzt in einer wirklich schwierigen Situation, die wir nur gemeinsam bewältigen können“, meinte Trainer Dominik Thalhammer. Auf der Tribüne skandierten einige Fans „Thalhammer raus“. Die Frage ist, wie lange sich Präsident Siegmund Gruber noch alles ansieht. Unter alles fallen auch die zahlreichen Muskelverletzungen in der Mannschaft. Dass Marco Raguz, dessen Qualitäten der LASK wie einen Bissen Brot braucht, zehn Monate nach seiner Kreuzbandoperation praktisch nur als Joker zur Verfügung steht oder wie Sonntag ausfällt, ist nicht nachvollziehbar.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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