Fußball

Ex-Sturm-Sportchef Kreuzer sorgt wegen Siebenhandl für Kopfweh bei Nachfolger Schicker

Mit Vertragsverlängerungen bei den talentiertesten Eigenbauspielern kam Sturms neuer Sportchef Andreas Schicker in den ersten zwei Wochen seiner Ära gut voran. Auf Dardan Shabnhaxhaj und Sebastian Zettl folgte Linksverteidiger Vincent Trummer, der bis 2023 unterschrieb. Schicker wusste aber sehr wohl, dass dies bei den routinierten Spielern, die er gerne halten möchte, nicht so klaglos über die Bühne gehen wird. Dachte vor allem an den Bulgaren Kiril Despodov, der als Leihgabe von Cagliari  zur „mission imposible“ werden könnte, aber auch an den griechischen Abwehrchef Anastasios Avlonitis, der mehrere Anfragen in Händen hat, an den Spanier Juan Dominguez. Weniger an Tormann Jörg Siebenhandl (Bild oben). Da schien alles auf einem guten Weg zu sein. Aber jetzt kam ein Störfeuer aus der zweiten Liga. Abgefeuert von einem seiner Vorgänger.

Oliver Kreuzer möchte neun Jahre nach seinem Abschied aus Graz Siebenhandl zum Karlsruher SC holen. Der als Vorletzter der zweiten Liga mit einem Punkt Rückstand auf den Relegationsplatz und zwei auf das rettende Ufer mitten im Abstiegskampf steckt. 2011 war Kreuzer von Sturm zu Karlsruhe gewechselt, 2013 für eine Saison zum Hamburger SV, als dort Paul Scharner spielte, übersiedelt, 2015 zu 1860 München und 2016 zurück zu Karlsruhe. Letzte Saison gelang der Aufstieg aus der dritten Liga, danach holte Kreuzer mit Lukas Grozurek  einen Spieler seines ehemaligen Klubs. Mit Marco Djuricin einen zweiten mit Sturm-Vergangenheit, aber der kam von Grasshoppers Zprich nach dem Abstieg. Wird jetzt Siebenhandl der dritte? Karlsruhe sucht einen Nachfolger für Stammtorhüter Benjamin Uphoff, der seinen Abschied ankündigte.hat schwierige Zeiten hinter sich. Erst letzte Woche gelang es, die Insolvenz zu verhindern. Weil der CDU-Politiker Ingo Wellenreuther als Präsident zurücktrat, ein „Bündnis KSC“ von regionalen Sponsoren mehr als zehn Millionen Euro in den Zweitligisten pumpte, die Schuldenlast von 30 auf zehn Millionen reduzieren konnte.

Für den 30 jährigen Siebenhandl wäre es der zweite Anlauf in die zweite deutschen Liga. Der erste verlief 2016/17 nach seiner Admira-Zeit nicht nach Wunsch. Da wechselte er zu den Würzburger Kickers, dem deutschen Klub von Admiras Sponsor Flyeralarm, kam nur zu zwölf Einsätzen. Am Ende stand der Abstieg. Übrigens gemeinsam mit Karlsruhe. Von Würzburg ging es direkt nach Graz zu Sturm, wo er sich als Rückhlt bewährte, im März 2018 unter seinem Ex-Trainer Franco Foda sein Debüt in der Nationalmannschaft feierte, auch beim „historischen“ 2:1 gegen Deutschland in Klagenfurt spielte. Die Entscheidung wird Siebenhandl sicher davon abhängig machen, ob Karlsruhe den Zweitligaerhalt schafft. Ob Schicker aber bis Ende Juni Z warten wird, um dann auf eine Suche nach der neuen Nummer eins zu gehen?

 

 

Foto: Gepa/Wien Energie.

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