Fußball

Ein Problem von Werder Bremen bei 1:4 kam aus Tirol: Marco Friedl

Wenn Werder Bremen erstmals seit 40 Jahren absteigen muss, dann liegt das an der schwächsten Defensive der Bundesliga. Bremen kassierte in der bisher schwächsten Saison der Klubgeschichte schon 59 Tore, davon 18 nach Standardsituationen. Das zeigte sich auch Montag Abend beim 1:4 (1:2) gegen Bayer Leverkusen. Die siebente Heimniederlage hintereinander  bedeutet mit einem Spiel weniger fünf Punkte Rückstand auf den Relegationslatz. Ein Problem des Vorletzten Bremen kam auch aus Kirchbichl in Tirol: Der 22 jährige Linksverteidiger Marco Friedl (Bild oben), im Jänner 2018 von Bayern Münchens Ersatzbank an die Weser gewechselt. Bei drei der vier Verlusttoren sah Österreichs U 21-Teamspieler gar nicht gut aus.

Beim 0:1 ließ sich Friedl vom Franzosen Moussa Diaby praktisch ohne Gegenwehr überlaufen. Dessen Flanke nützte Kai Havertz zum ersten von drei Kopfballtoren Leverkusens. Vor dem 1:2 verschuldete Friedl unnötig einen Freistoß, nach dem Havertz sein erster Kopfball-Doppelpack in der Bundesliga gelang. Vor dem 1:4 hob Friedl die Abseitsstellung des Torschützen  Kerim Demirbay auf. Ein frustrierender Abend für Friedl, der nicht zum ersten Male grobe Schwächen in der Defensive zeigte. Zum Einsatz kam er durch die Verletzung des schwedischen Teamverteidigers Ludwig Augustinsson, Die Chance nützte Friedl nicht. Im Gegenteil.

Leverkusen blieb wie vor Corona im Erfolgsflow, ist sechs Runden lang ungeschlagen, feierte dabei fünf Siege, kam bis auf einen Punkt an Leipzig und den Champions League-Platz heran. Der österreichische Beitrag dazu waren 22 Minuten von Teamkapitön Julian Baumgartlinger im Finish. Aleksandar Dragovic durfte zum Unterschied von Baumgartlinger nur aufwärmen. Für Gesprächsstoff sorgte Trainer Peter Bosz mit dem Debüt von Florian Witz, der im Jänner vom 1.FC Köln geholt wurde, was schon für Riesenaufsehen gesorgt hatte, weil Leverkusen damit das Gentlemans Agreement der vier Bundesligaklubs aus Nordrhein Westfalen, von den Konkurrenten keine Nachwuchsspieler abzuweben, missachtete. Witz war mit 17 Jahren und 15 Tagen der jüngste Spieler, der für Leverkusen in der Bundesliga zum Zug kam, löstet Havertz ab, der 2016 mit 17 Jahren und 126 Tagen debütiert hatte. Auch in Bremen.

Foto: Werder Bremen.

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