Fußball

Fast-Austria bei Ex-Austria in Leverkusen

Debüt des ehemaligen türkischen Teamspielers Tayfun Korkut, Teilnehmer an der EM-Endrunde 1996 in England sowie 2000 in Holland und Belgien, Freitag Abend als Trainer von Bayer Leverkusen. Wie viele Ex-Austrianer  wird der Fast-Austrianer  Korkut  gegen Werder Bremen bringen? Nur Aleksandar Dragovic im Abwehrzentrum oder auch Julian Baumgartlinger im Mittelfeld? Oder keinen von beiden? Auch bei Werder Bremen gibt´s einen Ex-Austrianer: Zlatko Junuzovic. Der ist jetzt ständig Werders Kapitän im Kampf gegen Relegation und Abstieg, weil für Routinier  Clemens Fritz die Saison nach einem Bänderriss vorbei ist.

14 Jahre ist es nun her, dass  Korkut, der sich als leidenschaftlichen Trainer bezeichnet, fast in Wien bei der Austrua gelandet wäre. Das hat mit dem damaligen Austria-Trainer zu tun, der jetzt Weltmeister-Teamchef ist: Jogi Löw lernte die Qualitäten des Mittelfeldspieler Korkut auf seiner Trainerstation bei Fenerbahce Istanbul fünf Jahr davor kennen und schätzen. Aber der  Wechsel an den Favoritner Verteilerkreis scheiterte im letzten Moment, Korkut blieb in Spanien bei Espanyol Barcelona. Vom Trainer Löw hat er sich einiges abgeschaut, wie er zugibt. Löw zählt zu seinen Vorbildern, die ihn prägten. Ebenso zwei andere Weltmeisterteamchefs, die er als  Spieler kennenlernte: Carlos Alberto Parreira aus Brasilien sowie den Spanier Vicente del Bosque. An ihnen imponierte Korkut, dass sie sich nicht wichtiger als die anderen nahmen: „Man hatte bei ihnen immer ein gutes Gefühl“

Der 42jährige Korkut setzt auf Kommunikation, seine Tür steht für alle, auch für Dragovic und Baumgartlinger, immer offen, man soll stets mit ihm reden können.  Wollte man dies zuletzt mit Korkuts  Vorgänger Roger Schmidt tun, musste dies zunächst via dem seit Jahresbeginn eingesetzten Mediator geschehen. Für Korkut gibt es zwar sicher Regeln, aber er weiß zugleich, dass man die in besonderen Fällen auch etwas abändern kann oder sogar muss.  In den vier Tagen Training seit Montag lernte er die Mannschaft als hoch talentiert und engagiert, mit hoher Bereitschaft, kennen.

Er will nicht alles auf den Kopf stellen, traut sich zu, die Startruppe  noch in die Europacupränge zu führen. Aber dazu muss er mit einem Sieg über Bremen beginnen. Erfüllt Korkut die Vorgaben,  könnte aus der Interimslösung sogar eine für längere Zeit werden. Abwarten, was die Pläne, nicht alles auf den Kopf zu stellen, für Baumgartlinger und  Dragovic bedeuten. Der Teamkapitän hätte ebenso ein Erfolgserlebnis nötig wie Dragovic, bevor sie  nach Wien zum Nationalteam fliegen. Entweder gegen Bremen, Mittwoch darauf in Madrid gegen Atletico oder drei Tage später in Hoffenheim. Oder bestenfalls in allen drei Partien.

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