Fußball

Finish machte Hoffnung – aber Mittwoch muss Salzburg besser sein

Von der 10. bis zur 79. Minute im strömenden Regen gegen Hartberg 0:1 zurück, mitunter von allen guten Geistern verlassen, in den ersten 30 Minuten der zweiten Hälfte ohne Torschuss. Das war Red Bull Salzburg vier Tage vor dem Finale um den Aufstieg ins Achtelfinale der Champions League. Aber am Ende gab es mit 2:1 (0:1) ein Resultat, das Mittwoch gegen den FC Sevilla einen  historischen Erfolg in der Königsklasse bedeuten würde. Dennoch wusste Kapitän Andreas Ulmer nachher im Sky-Interview, dass diese Leistung gegen die Spanier zu wenig sein würde: „Da muss mehr sein als nur gut kämpfen, nicht aufgeben!“

Einen Treffer auf ähnliche Art zu kassieren wie das gegen Hartberg durch den Deutschen Noel Niemann könnte schlimmere Folgen haben. Da sahen beide Innenverteidiger schlecht aus. Vor allem Jerome Onguene mit einem argen Fehlpass, aber auch Oumar Solet, der viel zu spät reagierte. Trainer Matthias Jaissle schonte wie erwartet Noah Okafor, ließ zu Beginn Brendan Aaronson, Nicolas Capaldo und Benjamin Sesko draußen, brachte sie nach 62 Minuten für den Franzosen Antoine Bernede, den 19 jährigen Mali-Legionär Mamady Diabou und Adamu Junior. Von da an kam der Meister besser auf Touren, erinnerte ab der 79. Minute nach dem Ausgleich durch den dänischen Verteidiger Rasmus Kristensen an seine besten Zeiten. Für den Siegestreffer sorgte ausgerechnet Onguene (Bild oben) nach einem Eckball von Nicolas Seiwald und einem von Hartbergs Keeper Rene Swete abgewehrten Kopfball von Sesko. „Die Bank hat den Umschwung gebracht“, glaubte Jaissle.

Mit Mo Camara, gegen Hartberg wegen seiner Gelbsperre nur Zuschauer, kommt Mittwoch sicher mehr Energie in die Mannschaft. Sevilla bezwang in der La Liga Villarreal durch den Kopftor von Luca Ocampos nach 16 Minuten. Wolfsberg, ebenfalls ein Konkurrent um den Aufstieg, ist hingegen von der Rolle, der Effekt um den Trainer Florian Kohfeldt ist offenbar verpufft: Das 0:3 (0:2) bei Mainz war bereits das vierte Spiel in Serie ohne Sieg, die dritte Niederlage. Schon nach vier Minuten lag Wolfsberg 0:2 zurück, beim zweiten Treffer sah auch der österreichische Tormann Pavao Pervan nicht gut aus. Aber Salzburg will es ja aus eigener Kraft schaffen, nicht durch Schützenhilfe. Vielleicht durchbricht Karim Adeyemi seine nun mehr vierwöchige Torsperre seit 6. November (Goldtor zum 1:0 gegen Austria).  Zwei Chancen dazu nützte er gegen Hartberg nicht. Sportchef Christoph Freund: „Wir nehmen viel positive Energie für Mittwoch mit!“

Aufsteiger Austria Klagenfurt, in der Bundesliga der einzige Bezwinger von Salzburg, feierte den Glückssieg der Runde, machte damit einen Riesenschritt in Richtung Meisterrunde. Das 1:0 (0:0) bei WSG Tirol durch ein Eigentor von Raphael Behounek in der Nachspielzeit, das auf eine Flanke des auffälligen Jokers Darijo Pecirep und einen Kopfball von Markus Pink folgte, bezeichnete Trainer Peter Pacult als die schlechteste Leistung der Herbstsaison. Tirols Torjäger Giacomo Vrioni traf vor der Pause per Kopf nur die Stange. Mit dem ersten Treffer seit 291 Minuten, für den Wilhelm Vorsorger  sorgte, rettete eine kämpferisch überzeugende Admira bei Sturm Graz ein 1:1 (1:1). Das war zugleich der einzige Schuss  auf das Tor der Grazer.

Foto: Red Bull Salzburg.

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