Fußball

Rapids Gegner West Ham stürzte Chelsea! Tiefschlag für Hasenhüttl nach 98 Minuten

Mit sechs Mann aus der Startelf, die vor eineinhalb Wochen in der Europa League gegen Rapid im leeren Allianz-Stadion souverän 2:0 gewonnen hatte, stürzte West Ham Samstag Mittag im London Stadium Chelsea von der Tabellenspitze der Premier League. West Ham lag 0:1 und 1:2 zurück, jubelte am Ende aber ein 3:2 (Bild oben),  weil der 28 jährige französische Linksverteidiger Arthur Masuaku nach 87 Minuten seinen Landsmann Edouard Mendy im Chelsea-Tor mit einem Schuss ins kurze Eck überraschte. Mendy erwartete eine Flanke. Auch Masuaku gehörte zur Rapid-Besetzung. West Hams Sieg nützte am Nachmittag zunächst Liverpool, um Chelsea zu überholen. Das Tor zum 1:0 bei Wolverhampton in Birmingham fiel in der 94. Minute durch den belgischen Joker Divock Origi. Am Abend kürte sich Meister Manchester City in London durch ein 3:1 (2:0) bei Watford zum neuen Tabellenführer.  Schon nach 31 Minuten stand es durch Tore von Raheem Sterling und Bernardo Silva 2:0. Österreichs Teamkeeper Daniel Bachmann hatte keine Chance, verhinderte sogar eine höhere Watford-Niederlage. Chelsea liegt zwei Punkte hinter City, einen hinter Liverpool, West Ham ist Vierter.

Einen Tiefschlag gab es für Ralph Hasenhüttl im Südkusten-Derby mit Southampton gegen Brighton im St. Mary´s. Das ist für beide Klubs ungefähr so wichtig wie in Wien Austria gegen Rapid. Southampton betrieb sozusagen einen Wucher an ausgelassenen Chancen, führte durch das fünfte Saisontor des 20 jährigen albanischen Stürmers Armando Borja bis in die achte Minute der zehnminütigen Nachspielzeit nur 1:0, ehe durch den  Franzosen Neal Maupay der Ausgleich zum 1:1 fiel. Als Brighton nur noch mit zehn Mann spielte. „Der Ausgleich ist nur schwer zu akzeptieren“, gestand Hasenhüttl, „mit unserer Leistung hätte ich den Sieg verdient!“

Sonntag Nachmittag legt Ralf Rangnick als neuer Trainer von Manchester United in Old Trafford gegen Crystal Palace los. Und verbreitet Zuversicht: „Als Jürgen Klopp zu Liverpool kam, hatte er sicher kein besseres Team als das, was ich hier habe!“ Liverpool war im Herbst 2015 nach acht Runden Zehnter mit sechs Punkten Rückstand auf Platz eins, United ist jetzt Siebenter, allerdings mit doppelt so großem Rückstand. Trotzdem sagt Rangnick: „Wir sind gut genug, um oben anzugreifen!“ Bei der Premiere muss er möglicherweise auf Cristiano Ronaldo verzichte, der sich Donnerstag beim Jubel über den Doppelpack zum 3:2 gegen Arsenal am Knie verletzt: „Ich habe noch nie einen Spieler mit 36 Jahren auf diesem Niveau gesehen!“

Den von „Bild“ gemeldeten 10 Millionen-Bonus für ihn, falls er Erling Haaland nach Old Trafford lockt, dementierte Rangnick. Das er nach dem Abgang von Interimstrainer Michael Carrick vielleicht noch einen Assistenten holt, nicht: „Nicht so leicht, da mögliche Lösungen noch unter Vertrag stehen!“ Das würde auf den von der „Sun“ gemeldeten Österreicher Gerhard Struber, der  zu Rangnicks Salzburger Zeiten in der Akademie arbeitete, zutreffen, der bis 2023 an die New Yorker Red Bulls gebunden ist. Laufende Verträge waren für Struber aber schon bei Wolfsberg und Barnsley kein Hindernis für den nächsten Schritt.

Foto: Twitter/West Ham.

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