Fußball

Foda sollte zu Kevin Stöger fliegen!

Wenn Mitte Jänner die Rückrunde der deutschen Bundesliga beginnt, dann sollte Teamchef Franco Foda mehr als ein Spiel von Fortuna Düsseldorf besuchen. Oder seine Assistenten Imre Szabics und Thomas Kristl dorthin schicken, sofern das im Herbst nicht schon der Fall war. Auf jeden Fall, bevor Foda den Kader für den März-Auftakt in die Qualifikation zur Europameisterschaft gegen Polen und Israel nominiert. Denn im roten Fortuna-Dress bewies der 25jährige Kevin Stöger Dienstag Abend vor 52.000 Zuschauern einmal mehr, dass er eigentlich ein Thema für Österreichs Team sein sollte. Als Mittelfeldspieler, der den entscheidenden Pass beherrscht. Mit dieser Gabe leitete Stöger Dienstag die erste Saisonniederlage von Winterkönigs Borussia Dortmund in der 16. Runde ein. Mit dem Assist des 25jährigen Oberösterreichers hatte der pfeilschnelle Belgier Dodi Lukebakio, eine Leihgabe von Watford, freie Bahn für den tödlichen Konter. Er startete noch in der eigenen Hälfte, stürmte auf und davon brachte die Fortuna in Führung. Endstand 2:1 für den Aufsteiger, der damit neue Hoffnung auf den Klassenerhalt schöpfte.

Lukebakio? Das ist doch der Spieler, der vier Runden davor am 24. Oktober schon Bayern in der Münchner Allianz-Arena geschockt hatte, dort alle drei Tore zum überraschenden 3:3 erzielt hatte. Eines nach Assist von Stöger (Bild oben im Duell gegen Bayerns Renato Sanches).  Die „Konter-Masche“ funktioniert gegen die Spitzenklubs. Stöger hatte vor Jahren in Österreichs U21 an der Seite von Alessandro Schöpf und Louis Schaub gespielt, war durchaus auf deren  Niveau gewesen, Im Herbst kapierte  der laufstarke Stöger  als Neuzugang aus der zweiten Liga von Bochum in Düsseldorf rasch, worauf es seinem gestrengen und erfahrenen Trainer Friedhelm Funkel, mit 65 der älteste der Liga, zuerst ankommt. Nämlich dagegenhalten, Zweikämpfe gewinnen. Also adaptierte „Künstler“ Stöger sein kreatives Spiel, ist seit Wochen gesetzt. Der Linksfuß spielt auffällig, wie deutsche Medien anerkennen. Bewies auch mit seinen Reaktionen auf den Sensationssieg über Dortmund, dass er alles richtig einzuordnen weiß: „Es ist schön und gut, dass wir die erste Mannschaft sind, die Borussia Dortmund schlagen konnte. Aber dafür gibt´s auch nicht mehr als drei Punkte.“

An Spielern, die Torchancen kreieren, hatte es Österreichs Team im Herbst mitunter gemangelt.  Darum sollte oder müsste Stöger eine Überlegung wert sein. Auch wenn ein Teamchef in der Qualifikation vielleicht lieber auf Erfahrung als auf einen Neuling setzt, ein Risiko wäre Stöger nicht-  Der Steyrer hat sicher das Potenzial, um Österreich helfen zu können. Fodas Stammkräfte Valentino Lazaro, Martin Hinteregger und Michael Gregoritsch fielen Dienstag in Berlin beim 2:2 von Hertha BSC und Augsburg auf: Hinteregger köpfelte zunächst Augsburgs Führung. Als er mit Herthas Stürmer Davie Selke zusammenkrachte und am Boden lag, fiel der Ausgleich. Als der Kärntner noch am Spielfeldrand behandelt wurde, ging Hertha 2:1 in Führung, wozu Lazaro die Vorarbeit lieferte. Zur Pause blieb Hinteregger mit Brummschädel in der Kabine. Ein Erfolgserlebnis bei Augsburg hatte Kevin Danso: Erstmals in dieser Saison kam der U21-Teamspieler von Beginn an im Abwehrzentrum zum Einsatz, spielte durch.

Foto: Instagram .

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