Fußball

Folgt Andi Herzog als Austria-Trainer auf Christian Ilzer?

Donnerstag Abend war im ORF-Kurzsport noch der Sager von Christian Ilzer zu sehen und hören, dass er davon ausgehe, auch in der Saison 2020/21 Trainer der Wiener Austria zu sein. Freitag Nachmittag setzte er Austrias Spieler via WhatsApp davon in Kenntnis, seinen bis 2022 laufenden Vertrag  aufgelöst zu haben. Das Ziel des Steirers hieß Sturm Graz. Mit Verträgen nimmt es der 42 jährige Ilzer offenbar nicht so genau. Letzte Saison stieg er aus dem bei Wolfsberg aus, um nach Wien zur Austria zu wechseln. Dort schaffte er die Ziele nicht und wechselt über den Wechsel in die steirische Landeshauptstadt. Sicher eine Entscheidung von Sturms neuem Sportchef Andreas Schicker, die heikel ist.

Austria schwieg Freitag lange bis eine Minute nach 19 Uhr mit der Verlautbarung,  Sturm noch etwas länger. Das ließ die Vermutung zu, dass Austria und Sturm über die Modalitäten des fliegenden Wechsels verhandelten. In Ilzers Vertrag war nur eine Ausstiegsklausel für das Ausland, die Gespräche zwischen Schicker und Austrias Sportvorstand Peter Stöger dauerten bis in die Abendstunden. Stöger hatte Mittwoch Abend nach dem Scheitern im Play-off-Finale in Hartberg Ilzer noch die Mauer gemacht. Jetzt braucht er einen Trainer für die neue Saison. Wer kann das sein? „Wichtig ist, dass wir nicht die schnellste Lösung finden, sondern die beste“, meinte Stöger, der zugab, dass ihn Ilzers Bitte um Vertragsauflösung mit der Begründung, eine neue Herausforderung zu suchen, doch etwas überraschte.

In Sachen Nachfolge zeichnet sich möglicherweise eine revolutionäre Lösung ab. Stöger würde sich nicht davor zurückscheuen, Andi Herzog trotz seiner Rapid-Vergangenheit zum Austria-Trainer zu machen, ihn zum Trainingsstart am 10.August zu präsentieren. Nicht, weil sie seit gemeinsamen Zeiten bei der Vienna und in Österreichs Nationalteam, befreundet sind, sondern weil sie fußballerisch auf der gleichen Wellenlänge ticken. Stöger ist durch sein Standing bei den violetten Fans  durchaus zutrauen, sie davon zu überzeugen, dass Herzog die beste Lösung für den Trainerjob nach Ilzer ist, die grün-weiße Vergangenheit oder die Tatsache, dass er bei Rapid einmal als Trainer nicht zum Zug kam, keine Rolle spielen dürfen. Herzog nach seinen jahrelangen Erfahrungen als Assistent von US-Teamchef Jürgen Klinsmann, unter anderem bei der WM 2014 in Brasilien, und nach seinem Kapitel als Israels Teamchef auf Austrias Trainerbank, das könnte ein sehr spannendes Kapitel werden.

Die weiteren Alternativen, die sich für Stöger auftaten: Mit Ex-LASK-Trainer Valerien Ismael zu reden und den Trainer der Young Violets, Harald Suchard,  zu „befördern“.  Mit Ilzer verlassen auch seine drei Assistenten Uwe Hölzl, Dominik Deutschl und Sargon Duran die Austria. Das ist offiziell. Zur Frage, ob Sturm eine Ablöse für Ilzer bezahlte wie letzte Saison die Austria bei Wolfsberg in siebenstelliger Höhe, vereinbarten beide Klubs Stillschweigen. Herzog und Ilzer kennen sich und schätzen sich seit Jahren. Dass Ilzer den israelischen Torjäger Shon Weissman vor seinem Wechsel zur Austria nach Wolfsberg lotsen konnte, lag auch am damaligen israelischen Teamchef Herzog.

Foto: Israel Football Association.

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