Fünf schwache Minuten beendeten die „Erfolgsserie“ der Wiener Austria in Wolfsberg: Auf vier Auswärtssiege folgte ein 1:2 (0:2), in denen beide Tore zwischen der 17. und 21. Minute kassiert wurden. Ab der 60. Minute spielte Austria mit einem Mann mehr, da Wolfsberg Chibuike Nwaiwu die gelb-rote Ampelkarte sah. Aber es reichte nur zum Anschlusstor durch ein Freistoßtor von Linsverteidiger Tae-Seok Lee. Daher feierte Wolfsberg den ersten Sieg unter Trainer Ismail Atalan, der erstmals mit Vierabwehr und im 4-3-3- spielen ließ, fiel die Austria aus den ersten sechs. Derzeit liegen zwischen dem Vierten Wolfsberg und dem Zehnten WSG Tirol, dessen Erfolgsserie am Tivoli nach sechs ungeschlagenen Spielen durch eine 0:3 (0:2)-Heimpleite im Westderby gegen Altach zu Ende ging. In den ausstehenden sechs Runden des Grunddurchgangs kämpfen Wolfsberg, Rapid, Hartberg, die Austria, Ried, Altach und WSG Tirol um drei Plätze in der Meisterrunde. Man kann von einer ausgeglichenen Liga reden, aber von einer auf schwachem Niveau.
Austria begann mit Johannes Eggestein als einzige Spitze, dahinter mit Kapitän Manfred Fischer und Abubakr Barry in Offensivrollen, im zentralen Mittelfeld begann Talent Philipp Maybach knapp vor seinem 18. Geburtstag mit dem Südkoreaner Kang Hee Lee. Fischer vergab nach drei Minuten die Führung, scheitert an Tormann Nikolas Polster. Wolfsberg nützte hingegen seine erste Chance durch den Kopfball von Donis Avdijaj nach Flanke von Dejan Zukic, Avdijaj hatte auch beim 2:0 von Alessandro Schöpf seine Beine im Spiel: „Es nervt extrem, dass wir zu leicht Tore kassieren und uns das Leben immer selbst schwer machen“, klagte Trainer Stephan Helm. Nur durch eine Stadardsituation gelang Austria ein Treffer, weil Wolfsbergs Mauer „aufging“. Die Möglichkeiten zum Ausgleich ließen die eingewechselten Stürmer Marko Raguz und Kelvin Boateng ungenützt, beide scheiterten an Polster. Eine gebrauchte Runde für die Wiener Klubs: Samstag verlor Rapid daheim 1:2, Sonntag die Austria auswärts.
Ein Ex-Rapidler ist am Aufschwung von Altach beteiligt: Patrick Greil. Der 29 jährige kam von 2022 bis 2024 bei Grün-Weiß nicht zurecht, bei Altach wurde er nach einer „Zwischensaison“ in der dritten deutschen Liga (Sandhausen) zur Stütze. Sieben Tore in 15 Runden sind der Beweis. So einen Spieler hatte Altach letzte Saison nicht. Damals gab es in 16 Runden nur zwei Siege, diesmal sind es fünf.
Foto: Gepa/Admiral.