Fußball

Geisterrunde in Deutschland? Hütter und Hinteregger müssen zu Bayern

In Englands Premier League sind die Maßnahmen wegen des Corona Virus überschaubar. Keine Ballkinder, die mit den Mannschaften auf das Feld gehen, kein Shakehands zwischen den Spielern vor Anpfiff. Damit hat es sich. Ganz anders im Krisenland Italien: Alle Spiele der Serie A am Sonntag in Parma, Mailand, Genua, Udine und in Turin, der Schlager zwischen Juventus und Inter Mailand, unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Damiano Tommasi, der Chef der Spielergewerkschaft, fordert den Abbruch der gesamten Saison. In Deutschland drohen seit Sonntag möglicherwise italienische Verhältnisse, das heißt Geisterspiele ohne Fans vor leeren Tribünen: Gesundheitsminister Jens Spahn verlangte, alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Zuschauern abzusagen. Das wären schon Montag Abend das Spitzenspiel der zweiten Liga zwischen Arminia Bielefeld und VfB Stuttgart, Dienstag das Achtelfinale in der Champions League zwischen RB Leipzig und Tottenham, am Wochenende die ganze Runde mit dem Revierderby zwischen Borussia Dortmund und Schalke.

Sonntag war noch alles wie gewohnt: 75.000 Zuschauern in München, als sich Bayern und David Alaba in Retro-Trikots zum 120. Geburtstag des Klubs zum 2:0 (0:0) im Derby gegen Augsburg „langweilten“ zu vier Punkten Vorsprung auf den Zweiten Borussia Dortmund, es keinen Sieger im Österreicher-Duell zwischen Karim Onisiwo, Philipp Mwene beziehungsweise Markus Suttner und Kevin Stöger bei Mainz gegen Fortuna Düsseldorf gab. Das 1:1 half keinen im Abstiegskampf wirklich weiter. Insgesamt kamen rund 370.000 Zuschauer, im Schnitt 41.000,  zu den  neun Spielen der letzten Runde. Zum letzten Mal für einig Zeit wenn es nach Spahn und der Devise „Gesundgeit hat Vorrang“ geht. Die deutsche Liga will aber am Terminplan festhalten.  Das würde deutsche Geisterspiele bringen.

Nach dem 0:4 in Leverkusen am Samstag gab es für das Österreicher-Trio bei Eintracht Frankfurt, Trainer Adi Hütter (Bild oben), Martin Hinteregger und Stefan Ilsanker am Sonntag Abend den nächsten Tiefschlag. Bei der Auslosung des Semifinales im Pokal. Frankfurt muss Mitte April nach München zu Titelverteidiger Bayern: „Die schwerst mögliche Konstellation“, bemerkte Hütter in realistischer Einschätzung der Lage. Vor allem angesichts der Auswärtsbilanz, die selbst Hütter als fürchterlich bezeichnete: Den letzten Sieg gab es am 18, Jänner. „Ich habe das Gefühl, wir bringen daheim mehr Aktivität ins Spiel als auswärts“,vermutet Hütter.  Was Hinteregger irgendwie bestätigte: „Wir bringen auswärts nie das, was uns daheim gelingt. Warum das so ist, bleibt ein Mysterium!“ Der Traum vom Endspiel in Berlin dürfte mit der Auslosung vorbei sein.

Der von Österreichs Teamkapitän Julian Baumgartlinger und Aleksandar Dragovic mit Leverkusen lebt hingegen. Ein Sieg bei der Regionalliga-Sensation Saarbrücken in Völklingen ist Leverkusen durchaus zuzutrauen. Somit zeichnet sich ein Österreicher-Duell im Pokalendspiel ab: Alaba mit Bayern gegen Baumgartlinger mit Leverkusen.

 

Foto: Eintracht Frankfurt.

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