Fußball

Glasner wegen Schlager euphorisch: Comeback schon Samstag?

Es war zwar nur ein internes Trainingsspiel von Vfl. Wolfsburg unter Ausschluss der Öffentlichkeit über zweimal 30 Minuten. Aber das machte Oliver Glasner am Dienstag vor dem Samstag-Duell der österreichischen Trainer in der Bundesliga bei Adi Hütter und Eintracht Frankfurt sogar ein bisschen euphorisch, wie er zugab. In erster Linie heißt der Grund dafür Xaver Schlager. So wie sich der 22 jährige Mittelfeldspieler (Bild oben) nur neun Wochen nach der Knöcheloperation präsentierte, das zeigte Glasner, dass „Xaver auf dem absolut richtigen Weg ist. Man muss jetzt abwarten, wie er die Belastung wegsteckt und verkraftet.“ Falls keine muskulären Probleme auftreten, dürfte Glasner schon Samstag in Frankfurt zum Kader von Wolfsburg gehören. Und damit hätte Glasner nach zweieinhalb Monaten den 15 Millionen-Kauf zurück, der in den ersten drei Runden bis zu seiner  schweren Verletzung herausragend spielte.

Aber nicht nur Schlager, sondern auch den belgischen Stammtorhüter Koen Casteels, der sich Im gleichen Match wie Schlager verletzt, mit einem Haarriss in der Wade aber nicht so schwer, und den Schweizer Teamspieler Admir Mehmedi. Ihre Rückkehr steigert schon die Qualität des ganzen Kaders. Casteels Fitness bedeutet aber für Pavao Pervan  nur vier Tage nach seinem Teamdebüt für Österreich, dass er bei Wolfsburg wohl wieder auf die Bank zurück muss. Wenn es auf Dauer dabei bleibt, würde das seine Hoffnungen, zu den drei Keepern im österreichischen EM-Aufgebot zu gehören,doch etwas verringern.  Casteels rechnet sich Chancen aus, mit Belgien zur Europameisterschaft zu fahren.

Was Schlagers Rekordcomeback geradezu unfassbar macht, ist der Vergleich mit einem anderen Ex-Salzburger, mit Hannes Wolf. Auch er erlitr einen Knöchelbruch samt Riss des Syndesmosebands. Bei Österreichs 2:0 gegen Serbien im ersten Spiel bei der U21-Europameisterschaft in Triest. Das war Mitte Juni, mehr als zwei Monate vor Schlagers Megapech in Wolfsburg. Der Status quo bei Wolfs Comeback: Er macht bei RB Leipzig schon Teile des Mannschaftstrainings mit. Etwa die Passübungen. Aber Zweikämpfe stehen noch nicht am Programm. Außerdem spürt Wolf, dass sein Ballgefühl noch nicht so gut ist wie vor der Verletzung. Trotzdem hat er die Hoffnung nicht aufgegeben, in den letzten drei Runden der Bundesliga vor Weihnachten zwischen 13. und 22. Dezember, zum Abschluss der Hinrunde, von Trainer Julian Nagelsmann einen  Einsatz zu bekommen. Bei Schlager und Wolfsburg könnte dies bereits ein Monat davor, am nächsten Samstag passieren. Das zeigt, wie perfekt alles in den letzten neun Wochen verlief. Angefangen von der Operation in Klagenfurt bis zur Reha bei Franz Leberbauers Team mit den MFL-Methoden in Salzburg.

Foto: VfL Wolfsburg/Media.

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