Montag begann Oliver Glasner in der Nigel Doughty Acaxdemy seinen neuen Klub, Nottingham, auf die neue Saison vorzubereiten, Donnerstag gab es seine offizielle Präsentation. Bei der Glanser sein „Ja“ zum Dreijahresvertrag mit dem 16. der Premier League, zugleich dem Semifinalisten der Europa League, erklärte. Weil er vor allem in England bleiben wollte. Da es bei Chelsea und Tottenham bereits im Finish der vergangenen Saison zu Trainerwechseln kam, es bei Manchester United mit Michael Carrick nach Ruben Amorim sehr gut lief, musste er seine Ansprüche verändern. Und fand bei dem griechischen Milliardär Evangelos Marinakis einen Klubbesitzer, mit dem ihm eine gemeinsame Vision verbindet. Nämlich, aus Nottingham wieder einen Spitzenklub zu machen.
Mit Teamspieler Elliot Andersen ging ihm dabei die Zentralfigur verloren. Er wechselte für 125 Millionen zu Manchester City, ist damit Englands teuerster Fußballer. Seit Mittwoch ist es ein offenes Geheimnis, dass ein oberösterreichischer Landsmann von Glasner sein Nachfolger werden soll: Xaver Schlagers Wechsel in die Stadt, die als Heimat von Robin Hood gilt, ist zwar noch nicht fixiert, das dürfte aber nächste Woche passieren. Der 28 jährige hatte drei Angebote aus der Premier League. Mit Marco Rose wollte der Trainer, unter dem der Mittelfeldmotor bei Red Bull Salzburg groß herausgekommen war, ihn sehr gerne zu sich nach Borunemouth holen. Doch es wird nach fünf Jahren doch die Rückkehr zu Glasner. Für ihn und Schlager war Vfl Wolfsburg 2019 ihr erstes Engagement im Ausland. Für Schlager begann es mit einem Knöchelbruch in einem Vorbereitungsspiel schlecht. In der zweiten Saison kam es aber zur bisher letzten Qualifikation des VW-Werkklubs, der heuer in die zweite Liga abstieg, für die Champions League. Schlager stand 30 mal in Glasners Startelf, wurde zweimal eingewechselt. Er blieb bis 2022, Glasner wechselte nach zwei Jahren wegen Meinungsverschiedenheiten mit Sportchef Jörg Schmadtke zu Eintracht Frankfurt.
Bei Nottingham wird Glasner mehr Einfluss auf die Kaderzusammenstellung haben als in Wolfsburg, bei Eintracht Frankfurt und Crystal Palace. Das zeigt sich schon beim bevorstehenden Engagement von Xaver Schlager. Mit Ausnahme von Ronald Brunmayr sind alle Österreicher aus Glasners Staff bei Crystal Palace auch in Nottingham dabei: Emanuel Pogatetz, Michael Angerschmid, und Michael Berktold. Dazu auch Ex-Austria-Legionär James Holland und neu Michael Gspurning, auch Tormanntrainer bei Österreichs Nationalteam, nach neun Jahren bei Union Berlin unter acht Cheftrainern.
Foto: Nottingham Forest.