Fußball

Schon sieben Neue: Großeinkäufer Ried hat trotzdem Transferplus

Derzeit ist Ried wahrscheinlich zum ersten Mal in der Klubgeschichte der Großeinkäufer der Bundesliga. Mit dem kroatischen Trainer Mario Despotovic präsentierte Sportvorstand Wolfgang Fiala bereits acht Neue, am Donnerstag mit dem 20-jährigen Tobias Lund Jensen den siebenten Spieler. Das Erstaunliche dabei: Durch die Verkäufe von Antonio van Wyk nach Südafrika und Niki Havenaar nach Belgien haben die Innviertler in der Transferbilanz ein Plus von 1,5 Millionen. Fiala holte drei Österreicher und fünf neue Legionäre. Darunter der erste in der Bundesliga von den Färöer-Inseln.

Für die Abwehr verpflichtete Fiala Admiras Kapitän Lucas Malicsek, Färöer-Teamspieler Samuel Chukwudi, der zuletzt in Finnland bei Seinajaki unter Vertrag stand, und den talentierten steirischen Linksverteidiger Oliver Sorg aus der zweiten Mannschaft des FC Augsburg.  Als Ankerspieler im Mittelfeld ist der 35 jährige Ex-Kapitän von Rapid, Stefan Schwab, vorgesehen. Die anderen sollen die Offensive beleben: Der Südafrikaner Joadin Rhodes, Mali-Mittelstürmer Pape Sissoko und Jensen. Sissoko und Jensen kamen vorerst auf Leihbasis von Stade Reims und dem FC Brügge aus Belgien, für beide hat Ried aber eine Kaufoption. Linksfuß Jensen war dänischer U 19-Teamspieler, kam aber in den letzten zwei Saisonen nicht beim FC Brügge, sondern in der Reservemannschaft Club NXT in der zweiten Liga zum Einsatz. Trotzdem glaubt Fiala an seine Qualitätän: „Er findet mit links immer wieder  sehr kreatibe Lösungen im letzten Drittel!“

Das Fragezeichen beim Umbau der Rieder Mannschaft ist aber auch der Trainer Despotovic  war zuvor in Ägypten Sportdirektor bei Wadi Degha, trainiert die U 19 und die zweite Mannschaft des kroatischen Spitzenklubs Hajduk Split, ehe er beurlaubt wurde, weil der Klub mit der Entwicklung der jungen Spieler nicht wirklich zufrieden war, und den FC London in Kanada. „Er passt zum Entwicklungsstatus des Vereins“, behauptete Fiala vielsagend über das Engagement des neuen Trainers, das er verantworten muss. 2021 gab Fiala auch dem damals 39 Jahre alten Miron Muslic eine Chance. Nach zehn Spielen war das Kapitel aber schon wieder beendet. Seit Mai ist der inzwischen 43 jährige Muslic gefeierter Aufstiegstrainer von Schalke.

Foto: SV Ried/Schröckelsberger.

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