Fußball

Neue Mittelstürmer für Sturm Graz und Hartberg

Fast zeitgleich präsentierten die steirischen Bundesligisten Sturm Graz und Hartberg Freitag neue Mittelstürmer. Beim Vizemeister Sturm Graz ist er 1,92 Meter groß und kommt aus Deutschland, der von Hartberg ist vier Zentimeter kleiner, spielte letzte Saison in der zweiten slowenischen Liga von Ilirija.  Sturm lieh von Mainz den 21 jährigen Nelson Weiper, Hartberg erwarb fix den 22 jährige, im argentinischen Rosario geborenen Agustin Urrutia, gab ihm einen längerfristigen Vertrag. Interessant, dass Markus Schopp, der bei Hartberg sowohl Trainer als auch Sportcvhef ist, zuketzt in der Regionalliga Ost (Florian Gerstl) als auch in der zweiten Liga Sloweniens Spieler fand, bei denen er viel Potenzial entdeckte.

Das soll auch Weiper haben. Vor vier Jahren bekam er noch die Fritz Walter-Medaille als talentiertester Nachwuchsspieler Deutschlands, die letzte Saison war aber ein Flop. Nur dreimal in der Mainzer Startelf, 21 mal eingewechselt, in 24 Bundesligaspielen kein Treffer. Urs Fischer, der Schweizer Trainer von Mainz, plante offenbar nicht mehr mit ihm, sonst hätte ihn Sturm nicht bekommen. Da er die Vorbereitung der „Blackies“ nicht mitmachte, ist Weiper für die Qualifikationsspiele zur Champions League gegen Hearts of Midlothian sicher kein Thema.  In 74 Pflichtspielen für Mainz erzielte er mit sieben Treffern nur einen mehr als bei nur 19 Einsätzen im deutschen U 21-Team. Weiper ist der andere Spielertyp, den Traienr Fabio Ingolitsch noch haben wollte, obwohl derzeit ohnehin  acht Stürmer zum Kader gehören, von denen der an Excelsior Rotterdam verliehen gewesene Pole Szymon Wlodarczyk gleich groß wie Weiper ist, der von Ried zurückgekehrte Peter Kiedl noch einen Zentimeter größer. Das zeigt aber, dass beide für Ingolitsch nicht gut genug sind. Das gilt offenbar auch für Ex-Austrianer Maurice Malone, für den man nach nur einem Jahr einen Abnehmer sucht. Der wurde für den bei Ingolitsch ebenfalls nicht mehr gefragten Innenverteidiger Emanuel Aiwu gefunden: Der Ex-Rapidler spielt künftig auf Zypern für Apollon Limassol.

Schopp entschied sich für Urrutia, der auch spanischer Staatsbürger ist,  als Nachfolger von Elias Havel und neue Nummer neun auch wegen seiner Kopfballstärke: „Einen so robusten Stürmertyp, der uns mehr Flexibilität gibt, hatten wir nicht im Kader!“ Hartberg hat trotz der Verkäufe von Tormann Ritzy Hülsmann und Havel doch finanzielle Grenzen. Der dritte steirische Bundesligaklub, der GAK,  legte sich in der Torhüterfrage auf Routinier Cican Stankovic als Nummer eins fest. Zog allerdings auch die Option auf den 20-jähriger Juri Kirchmayr, der als Leihgabe beim Floridsdorfer AC letzte Saison bester Tormann der zweiten Liga war. Kirchmayr steht damit bis 2028 beim GAK unter Vertrag, wird aber an Zweitliga-Aufsteiger Wacker Innsbruck verliehen, um dort regelmäßig zu spielen. Innsbruck hat eine Kaufoption, der GAK im Anschluss eine auf einen Rückkauf. Ob es die richtige Entscheidung war, auf Stankovic zu setzen, muss sich erst zeigen.

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