Fußball

Das LASK-Meisterstück würde Alexander Schlager doppelt hart treffen

Zweieinhalb  Monate ist es her, dass Red Bull Salzburg im ersten Spiel mit Daniel Beichler als Cheftrainer den LASK im Linzer Stadion mit 5:1 deklassierte. Das war der bisher höchste Auswärtssieg in 53 Duellen gegen den LASK. Elf Runden später sieht es Sonntag anders aus:  Der LASK kann mit einem Sieg über Salzburg den ersten Meistertitel und damit das erste Double seit 61 Jahren sichern. Das wäre Salzburgs dritte Saison hintereinander ohne Titel und würde Alexander Schlager doppelt hart treffen: Denn vor drei Jahren verließ Österreichs Nummer eins den LASK , um mit Salzburg Meister zu werden. Die Rechnung ging bisher nicht auf,

Es treffen die offensiv besten Mannschaften der Bundesliga aufeinander. Salzburg erzielte die meisten Tore (54), Tabellenführer LASK die zweitmeisten. Der neun der bisherigen 15 Heimspiele gewann, so viele wie kein anderes Team. Salzburg holte heuer auswärts elf Punkte,. Drei Auswärtssiege gelangen 2026 außer Salzburg nur der Wiener Austria. Salzburg braucht den vierten, um im Titelkampf noch eine Rolle zu spielen. Der Vergleich der letzten Spiele spricht allerdings für den LASK. Vor allem die des Sturmduos Samuel Adeniran und Sasa Kalajdzic. Kalajdzic würde nur 27 Spiele brauchen, um Doublegewinner zu sein, die ersten zwei Titel in seiner Karriere zu holen, die zwischen 2018 und 2025 von sechs schweren Verletzungen eingebremst wurde. Im Herbst spielte er nur dreimal von Beginn an, war sechsmal Joker, blieb dreimal auf der Bank, er blieb ohne Tor und Assist. Heuer sieht es ganz anders aus: In Bundesliga und Cup 14 mal in der Startelf, zweima Joker, sieben Tore und zehn Assists. Trainer Didi Kühbauer baute ihn optimal auf, damit er zum Trumpf wird. Auch deshalb bezeichnet Kalajdzic Kühbauer als besten Trainer, den er bisher hatte. Kühbauer und sein Assistent Manfred Nastl (Bild) könnten schon Sonntag den dritten Titel in zwei Saisonen feiern: Cupsieger mit Wolfsberg, Double mit dem LASK.

Ein Sieg des LASK wäre aber nur dann sein Meisterstück, wenn Sturm seine Unentschiedenserie im steirischen Derby bei Hartberg prolongiert, das sechste Mal hintereinander nicht gewinnt. In dieser Saison kassierte Sturm noch kein Tor gegen Hartberg, es geht aber vorrangig darum, den zum besten Tormann der Saison gewählten Tom Ritzy Hülsmann zu bezwingen: „Wenn wir an die drei letzten Spiele gegen Sturm denken, bekommen wir Bluthochdruck“, behauptete Manfred Schmid vor seinem letzten Heimspiel als Hartberg-Trainer, „wir hätten uns mindestens einen Sieg und zwei Unentschieden verdient.“ Es gab aber zwei 0:1-Niederlagen und ein torloses Unentschieden.

Foto: Yigit Oerme.

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