Fußball

Kalajdzic und Schlager könnten die einzigen Österreicher aus der Bundesliga bei WM sein

Der Meisterteller wird Sonntag im bereits ausverkauften Linzer Stadion sein. Der LASK kann am Muttertag sein Meisterstück liefern, wenn ihm neun Tage nach dem Sieg im Cupfinale gegen Altach auch einer gegen Red Bull Salzburg gelingt und zur gleichen Zeit Sturm Graz in Hartberg seine Unentschiedenserie fortsetzt. Dann sind die Steirer entthront. In Linz wird es auch zum Duell von zwei Spielern kommen, die am 18. Mai von Ralf Rangnick sicher in Österreichs WM-Kader einberufen werden: Sasa Kalajdzic und Alexander Schlager, Salzburgs Tormann. Das könnten die einzigen Österreicher sein, die es aus der Bundesliga schaffen. Legionäre werden es mehr sein: LASK-Innenverteidiger Andres Andrada bei Panama, Austrias Linksverteidiger Taeseok Lee bei Südkorea, sicher  der Noch-Salzburger Kerim Alajbegovic bei Bosnien, vielleicht ebenso die Sturm-Verteidiger Arjen Malic und Emir Karic, GAK-Abwehrspieler Jacob Italiano bei Australien.

Wer käme außer Kalajdzic und Alexander Schlager aus der Bundesliga noch für Rangnick in Frage? Gegen Ghana und Südkorea gehörte Wolfsbeers Routinier Alessandro Schöpf zum Kader, fiel aber verletzt aus.  Von den Leistungen her würde sich von Wolfsberg eher Nikolas Polster aufdrängen, aber die Tendenz bei der Position des dritten Torhüters nach Schlager und Patrick Pentz geht eher zum 2,05 Meter großen Florian Wiegele, Legionär bei Viktoria Pilsen.  Auf Abruf waren im März von Rapid Kapitän Matthias Seidl und Andreas Weimann. Seidls Leistungen waren auffälliger als die von Weimann, die rote Karte beim 1:3 gegen den LASK sollte keinen Ausschlag geben. Aber die Saison ist für ihn damit vorbei, da ihn der Strafsenat wegen rohen Spiels gleich für zwei Spiele sperrte. Damit fehlt er nicht nur im Derby, sondern auch in der letzten Runde gegen Sturm in Graz.

Nikolaus Wurmbrand? Der wurde bei Rapid nicht gerade so forciert, dass er sich wirklich für den WM-Kader aufdrängen konnte, mitunter auch als „Wingback“, als vorgeschobener Außenverteidiger, nicht auf der Position eingesetzt, auf der seine Stärken am besten zur Geltung kommen können. Zuletzt in Linz erhielten die Legionäre Janis Antiste und Petter Dahl von Vorzug, Wurmbrand und Weimann begannen auf der Bank. Wenn man Leipzig-Legionär Christoph Baumgartner als offensiven Mittelfeldspieler rechnet, wäre im Kader schon noch für einen vierten Stürmer nach Kalajdzic, Michael Gregoritsch und Marco Arnautovic Platz. Zumal der 37-jährige Rekordinternationale schon lange kein Spieler mehr für 90 Minuten ist.

Foto: Yigit Oerme.

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