Warum auch immer, lehnte Michael Gregoritsch in diesem Jahr zwei Angebote aus Österreich ab, von denen sich der Teamstürmer zwar geehrt fühlte, die für den 31 jährigen Teamstürmer aber seiner Ansicht nach um zwei Jahre zu früh kamen. Das war im Winter bei Red Bull Salzburg so, im Juli bei Rapid, noch bevor das Thema Marko Arnautovic behandelt wurde. Gregoritsch dachte offenbar nicht daran, bei Freiburg nach drei Jahren mit 30 Tren und zwölf Assists in 107 Spielen „abmontiert“ zu werden. Wie es Trainer Julian Schuster aber tat. Das zeigte sich erst letztes Wochenende, als er in der ersten Pokalrunde nicht einmal zum Kader gehörte. Mit Hilfe seines Beraters Thomas Böhm fand der Steirer aber eine Antwort: Es gibt einen Neustart bei Bröndby Kopenhagen, dem Klub von Teamtorhüter Patrick Pentz, der nach fünf Runden der dänischen Meisterschaft auf Platz zwei hinter FC Kopenhagen liegt, letzte Saison Dritter wurde, in der Qualifikation zur Conference League gegen Chelseas Partnerklub Racing Strassburg eher Außenseiter ist. Bröndby zahlte für ihn 1,5 Millionen Euro Ablöse, Gregoritsch bekam einen Dreijahresvertrag, was in seinem Alter nicht zu verachten ist. Die Aussicht, genug Spielpraxis zu haben, um mit Österreich nächstes Jahr zur WM fahren zu können, ist größer als in Freiburg. Bevor Teamchef Ralf Rangnick Dienstag den Kader für die Qualifikationsspiele gegen Zypern und Bosnien bekanntgibt, könnte sich noch sein Debüt im gelben Bröndby-Dress am Sonntag im Auswärtsspiel gegen Sönderjysk ausgehen.
Ein 19 jähriger Offensivspieler, den Rangnick auch im Auge hat, um den er kämpft, der sich aber noch nicht entscheiden hat, ob er für Österreich oder Deutschland spielen wird, steht vor einem Karrieresprung: Der 19 jährige in Dornbirn geborene Paul Wanner, in den letzten zwei Saisonen von Bayern München nach Elversberg in die zweite Liga und Heidenheim in die Bundesliga verliehen, wird in Zukunft für Hollands Meister PSV Eindhoven spielen. Bei Bayern hätte er auf seine Chance warten müssen, Eindhovens Trainer Peter Bosz (früher bei Borussia Dortmund und Leverkusen) braucht Verstärkung, da sich der von Mönchengladbach geholte 32 jährige Franzose Alesanne Plea schwer am Knie verletzte und monatelang ausfällt. Kann Wanner Bosz überzeugen, dann spielt er in der Champions League. Es soll kein Leihgeschäft werden, sondern ein Kauf. Bayern fordert für ihn 15 Millionen Euro Ablöse plus Bonizahlungen.
Foto: Bröndby Kopenhagen.