Fußball

„Halbwegs vernünftig“ kann es für Rapid nicht mehr geben

Donnerstag ab 21 Uhr nochmals Conference League mit den 18 Partien der sechsten und letzten Runde der Ligaphase. Rapids Interimstrainer Stefan Kulovits hofft auf einen „halbwegs vernünftigen“ Abschluss des Jahres – selbst wenn wider Erwarten ein Sieg bei Bosniens Meister Zrinjski Mostar gelingen sollte, kann es „halbwegs vernünftig“ für Rapid nach acht sieglosen Pflichtspielen mit sechs  Niederlagen und zwei Unentschieden nicht mehr geben. Auch wenn acht sieglose Spiele selbst unter Rapidss Meistermachern Otto Baric Josef Hickersberger und Peter Pacult passierten, zuletzt 2016/17 unter Damir Canadi. Denn selbst, wenn die totale Blamage, keinen Punkt zu erobern, noch abgewendet werden kann, ändert es nichts daran, dass es ein Desaster bleibt, nicht in die Play-offs zu kommen. Auch wenn die Auslosung diskussionslos schwerer war als vor einem Jahr, als Rapid durch ein 3:0 gegen den FC Kopenhagen, der in dieser Saison in  der Champions League vertreten ist, e inen Achtelfinalplatz eroberte.

Der Letzte Rapid gastiert beim 26. Zrinjski Mostar, der einen Sieg braucht, um in die Play-offs zu kommen. Rapid spielte auch vor neun Monaten  in Bosnien, das war im Achtelfinale der Conference League gegen Borac Banja Luka. Im März  schaffte Rapid ein 1:1, stieg dann daheim dank des Goldtors von Louis Schaub zum 2:1 in der Verlängerung ins Viertelfinale auf. Die Anreise nach Mostar passte Mittwoch zur Rapid-Lage: alles andere als optimal. Wegen Schlechtwetters in Mostar wurde der Charterflug ins kroatische Dubrovnik umgeleitet, von dort ging es rund zweieinhalb Stunden mit dem Autobus über 150 Kilometer weiter nach Mostar. Ohne Matthias Seidl, der gesperrt ist. Daher ist Donnerstag Nenad Cvetkovic der Kapitän, der sich für die „Beförderung“ von Kulovits zum Cheftrainer stark machte. Außerdem fallen wegen Krankheit oder Verletzung Serge Raux-Yao, Bendegüz Bolla, Jannes Horn und Nossa Dahl aus. Kulovits kündigte trotzdem eine schlagkräftige Mannschaft an, die sich sehr aktiv und offensiv präsentieren will.

Rapids letztes Spiel dieses Jahres ist live auf Canal+ zu sehen. Als Experten sind drei mit grün-weißer Vergangenheit: Christopher Trimmel, Kapitän von Union Berlin, der Samstag in der Bundesliga beim 1. FC Köln spielt, dazu Rapids Ex-Trainer Zoran Barisic und Stefan Oesen, der Assistent von Teamchef Ralf Rangnick, dessen Karriere als Video-Analyst in der ersten Trainerära von Barisic bei Rapid begann. ServusTV überträgt zur gleichen Zeit das Heimspiel von Oliver Glasners Crystal Palace im Selhurst-Park gegen Kuopio Palloseura aus Finnland, bei dem Crystal Palace einen Sieg braucht, um einen Achtelfinalplatz zu erobern, sich die Play-offs zu ersparen. Bis auf Rapid sind alle 17 Partien bei Sky zu sehen, auch das Heimspiel des deutschen Schlusslichts Mainz mit dem Kärntner Nicolas Veratschnig gegen Samsunspor aus der Türkei. Mainz hätte derzeit als Achter einen Achtelfinalplatz.

Foto: EPA.

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