Fußball

Hammerprogramm für Mönchengladbach: „Wehe, das geht alles in die Hose, Herr Rose!“

Mittwoch im Achtelfinale der Champions League in Budapest gegen Englands Tabellenführer Manchester City, das derzeit wahrscheinlich stärkste Team in Europa, Samstag in der Bundesliga gegen Bayern-Jäger RB Leipzig,  drei Tag später im Viertelfinale des deutschen Pokals gegen Borussia Dortmund. Ein Hammerprogramm für Borussia Mönchengladbach mit Ex-Salzburg-Meistermacher Marco Rose und dem Österreicher-Trio Stefan Lainer, Valentino Lazaro und Hanns Wolf nach vier Ligaspielen ohne Sieg, zwei Heimniederlagen hintereinander. Speziell für Rose, seit er vor zehn Tagen bekanntgab, seine Ausstiegsklausel im Vertrag zu nützen und nächst Saison Borussia Dortmund zu trainieren: „Die Wucht ist nicht ohne, das gebe ich zu“, gestand Rose in einem Interview mit DAZN, „dass meine Entscheidung nicht überall auf Gegenliebe stoßen wird, war mir bewusst!“ Bei den Fans, von denen einige sogar via sozialen Medien Roses Rauswurf forderten. Den Manager Max Eberl in mehreren TV-Sendern ausschloss: „Ich kann mir kein Szenario vorstellen, dass Marco nicht bis zum Ende der Saison bleibt!“

Auf das Thema setzte sich das Massenblatt „Bild“ drauf, arbeitet offenbar daran, dass Eberls Schwur zu Rose nicht hält. Sehr unangenehm, da dies ziemlich heftig passiert. Montag hieß die Schlagzeile „wie lange kann sich Gladbach Rose noch leisten?“, einen Tag später klang s fast wie eine Drohung: „Wehe, das geht alles in die Hose, Herr Rose!“ Offenbar nimmt „Bild“ es Rose krumm, dass er einige Spieler, die medial am Pranger stand, nicht fallen ließ, sondern eher verteidigte. Wie den Franzosen Marcus Thuram nach der Spuck-Attacke gegen Hoffenheims Österreicher Stefan Posch. Oder den Schweizer Breel Embolo nach einem nächtlichen Ausflug Das bekommt Rose bei neun Punkten Rückstand auf einen Champions League-Platz zu spüren

Die letzte 1:2-Heimpleite gegen Abstiegskandidat Mainz nahm Rose auf seine Kappe, weil er für die Unruhe, die herrschte, verantwortlich war. In der Königsklasse fordert er von seinen Spielern, Leidenschaft, Leidensfähigkeit und Mut ein: „Wenn Manchester City etwas nicht gerne hat, dann sind es die Phasen, in denen sie nicht den Ball haben!“ Die Mannschaft von Pep Guardiola ist bewerbsübergreifend  25 Spiele ungeschlagen, feiert in den letzten 18 Pflichtspielen 18 Siege.  Da kommt auf  Lainer & Co einiges zu. In Person von Raheem Sterling, Gabriel Jesus, Phil Fodden oder des Deutschen Ilkay Gündogan, derzeit in neuer Offensivrolle in der  Form seines Lebens und bereits elffacher Torschütze: „Es geht nur über sehr gut verteidigen und mutig spielen“, wusste Rose.Di Wuot auf in Gladbach-Überraschung stehen bei Tipp 3 (siehe unten) auf 8,30.  Für Lazaro geht s auch um seine Zukunft: Gladbachs Leihvertrag mit Inter im Sommer, hat keine Klauseln. Mit Rose verliert er einen Befürworter.

Real Madrid muss in Bergamo gegen Atalanta mit einigen Ausfälle leben. Unter anderem fehlen Kapitän Sergio Ramos, der Abwehrchef, Torjäger Karim Benzema, Verteidiger Carvajal und wie so oft der Belgier Eden Hazard wie so oft seit seinem Einkauf 2019. Bei Atalanta flüchtete Kapitän Papau Gomez wegen eines Rosenkriegs mit Trainer Gian Piero Gasperini zum FC Sevilla. Der Slowene Josip Ilicic soll mithelfen, den Verlust zu kompensieren. Bis Oktober hatte er wegen Depressionen, die durch die schrecklichen Bilder des Corona-Leidens in Bergamo ausgelöst wurden, pausiert. Jetzt ist er wieder raus aus dem Tunnel.

 

Foto: Borussia Mönchengladbach.

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