Fußball

Phantastische Weihnachten für Hasenhüttl an der Stamford Bridge! Struber jubelte wieder in Nachspielzeit

Das einzige österreichische Trainerduo in Englands Premier League sorgte für die große Sensation am Boxing Day: Ralph Hasenhüttl und Assistent Richard Kitzbichler erobert mit Southampton das altehrwürdige Londoner Stadion an der Stamford Bridge, gewannen dort völlig verdient gegen Chelsea 2:0 (1.0), verschafften sich damit etwas Luft im Abstiegskampf. Die Stamford Bridge scheint für Hasenhüttl ein guter Boden zu sein: Dort schaffte er bereits letzte Saison, am 3. Jänner, ein unerwartetes 0:0. Damals war Kitzbichler noch nicht dabei. Mit dem Sieg beim Vierten Chselsea sprang Southampton von Platz 17 auf 14, überholte West Ham, Bournemouth und Brighton. Mit dem Überraschungssieg stahl Hasenhüttl auch den prominenten Trainern bei ihrem Debüt die Show: Carlo Ancelotti siegte bei seiner Premiere mit Everton im Goodison-Park über Burnley 1:0, Mikel Arteta schaffte mit Arsenal in Bournemouth ein 1:1.

So jubeln wie am Boxing Day sah man Hasenhüttl in der schweren Saison noch nie. Auch völlig zurecht. Zurecht. Dabei galt Chelsea als Spezialist für den Boxing Day, verlor von seinen letzten 14  Partien am zweiten Weihnachtsfeiertag keine. Mit der aggressiven, laufintensiven Spielweise von Southampton kamen die „Blues“ vier Tage nach dem 2:0-Auswärtssieg über Tottenham gar nicht zurecht. Southamptons Tormann Alex McCarthy bekam keinen schweren Ball zu halten. Nach 13 Spielen hielt Southampton wieder einmal das „zu null“, in den letzten sechs Runden gelangen vier Siege, erstmals in dieser Saison zwei Auswärtssiege hintereinander. Das schaut nach Trendwende aus, obwohl es weiter nur drei Punkte Abstand zu den Abstiegsplätzen sind. Das Heimspie genChslea hatte Southampton Anfang Oktober 1:4 verloren. Im Vergleich dazu präsentierte sich Southampton an der Stamford Bridge um Welten besser.  Aber Hasenhüttl dachte in der Stunde seines größten Siegs in dieser Saison auch an die schwärzeste Stunde, an das 0:9-Rekorddebakel daheim im St. Mary´s gegen Leicester: „Wer das übersteht, verliert sämtliche Ängste!“

Am 3. Jänner hatte Southampton das 0:0 in einer Abwehrschlacht gerettet, damals sass bei Chelsea nicht Frank Lampard, sondern der jetzige Juventus-Trainer Maurizio Sarri auf der Bank, hieß der Topstar noch Eden Hazard, stürmte der Spanier Alvaro Morata. Ihren Nachfolgern fiel ebenfalls nichts ein, um Southampton ein Tor zu schießen. Die Mannschaft der  „Saints“ war gegenüber dem torlosen Unentschieden 357 Tage später an fünf Positionen verändert, Neuer Tormann, zwei andere Innenverteidiger, neuer Linksverteidiger, überraschend ließ Hasenhüttl auch seinen besten Torschützen, Danny Ings, zu Beginn auf der Bank. Zwei intensive Spiele in drei Tagen wollte Hasenhüttl dem unverzichtbaren Ings nicht zumuten, dachte auch an das Samstag-Spiel gegen Crystal Palace. brachte ihn erst in der 70.Minute. Für die Tore sorgten mit schnellen Kontern der 19 jährige, sehr verletzungsanfällige irische Teamstürmer Michael Obafemi, der erstmals in dieser Saison scorte, nach einer halben Stunde sowie Routinier Nathan Redmond nach 71 Minuten. Er traf erst zum zweiten Mal in 19 Runden. Am Boxing Day passte für die“Saints“ alles: „Jetzt habe ich phantastische Weihnachten“, freute sich Hasenhüttl.

Auch für den zweiten österreichischen Trainer, Gerhard Struber, war der Boxing Day ein Tag zum Freuen. Mit Barnsley trotze er West Browmich, dem Tabellenführer, der Championship, ein 1:1 (0:1) ab. Nach fünf Minuten kag Barnsley bereits zurück. Wie letzten Samstag in London gegen Millwall rettete ein Tor in der Nachspielzeit Barnsley. Diesmal reichte es nicht zu drei Punkten, sondern nur zu einem. Diesmal traf nicht Ex-Admira-Stürmer Patrick Schmidt, den Struber  Donnerstag 20 Minuten vor dem Ausgleich einwechselte, sondern der finnische Verteidiger Aapo Helme. Im Tor spielt wieder Samuel Sahin-Radlinger. Trotz der Überraschung verlor Barnsley einen Platz, fiel vom drittletzten auf den vorletzten zurück, da Stoke gewann. Aber die Richtung stimmt. Österreichs Ex-Teamstürmer Andreas Weimann konnte das 2:3 von Bristol in London gegen Charlton trotz Kopftor zum 1:1 nicht verhindern.

Foto: FC Southampton.

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