Fußball

Hat Kühbauer schon die Mannschaft für Inter im Kopf?

Freitag letzte Tests von Austria und Rapid vor dem Saisonstart: Die Austria gegen Jednota Trencin aus der Slowakei, Rapid gegen NK Triglav, den Vorletzten der slowenischen Liga. Austrias Saisonstart geht im Viertelfinale des Uniqa-Cups beim Grazer Traditionsklubs GAK, derzeit Tabellenführer in der Regionalliga Mitte, in Szene, Rapid empfängt nächsten Donnerstag in der Europa League Inter Mailand. Klar, das man darüber mehr redet. Vor allem über die Frage: Hat Rapids Trainer Didi Kühbauer schon die Mannschaft für Inter im Kopf oder mischt er auch in der Generalprobe so munter durch wie bei den drei Spielen im Trainingslager Belek? Wartet erst ab, was sein „Spion“ von Inter Mailand Samstag Abend in Parma zu sehen bekommt und ihm mitteilt, ehe er sich entscheidet? Kühbauer selbst fliegt nicht nach Italien, hält sich bedeckt, wer Inter beobachtet. Wäre keine Überraschung, sollte es der zu Rapid zurückgekehrte Viedeoanalyst Stefan Oesen sein.

Auf jeden Fall würde es wenig Sinn machen, wenn die Rapid-Fans, die Freitag Mittag ins grün-weiße Trainingszentrum Happel-Stadion pilgern, um ab 14 Uhr das Match zu sehen, die neue Nummer 27 in Aktion beobachten können. Weil der Senegal-Mittelstürmer Aliou Badji gegen Inter Mailand nicht spielen darf. Die Situation für den Start des 21jährigen in Grün-Weiß ist ohnehin etwas problematisch: Am Wochenende fliegt er zurück nach Stockholm, um alles für die Übersiedlung zu regeln. Bis Donnerstag muss sich Kühbauer total auf die Spieler konzentrieren, die gegen Inter gewinnen sollen, dann bleiben gerade zwei Tage Zeit, um das Cupviertelfinale gegen Hartberg vorzubereiten. Danach wieder der Fokus auf Inter und das Retourspiel im Meazza-Stadion, dann wieder nur zwei Tage Zeit bis zum Match der letzten Chance, den Sprung unter die ersten sechs und in die Meisterrunde zu schaffen, gegen Meister Red Bull Salzburg in Hütteldorf. Wenig Zeit, um Badji in die Mannschaft zu integrieren.

Kühbauer kann aus dem Vollen schöpfen. Keine Verletzungen, die Pausen erfordern. Die Fragen, die möglicherweise schon gegen Triglav beantwortet werden? Wie sieht die Lösung für das Abwehrzentrum aus? Mit Christopher Dibon kann man rechnen, aber wer ist sein Partner? Max Hofmann oder Linksfuss Mateo Barac oder doch Routinier Mario Sonnleitner? Beginnt Heimkehrer Srdjan Grahovac im zentralen Mittelfeld mit Kapitän Stefan Schwab, verdrängt er Dejan Ljubicic, den Schützen des so wichtigen Siegestors gegen die Glasgow Rangers? Setzt Kühbauer drei Kreativspieler, also Thomas Murg, Christoph Knasmüllner oder Philipp Schobesberger ein? Von seiner Schnelligkeit her führt an Schobesberger kein Weg vorbei. Die Alternative wäre Veton Berisha, bei Kühbauer wegen seiner Kämpfermentalität geschätzt. Und hat vielleicht der in der Vorbereitung forcierte Manuel Thurnwald seinen Platz? Und dann gibt´s noch die Frage aller Fragen nach der Solospitze. Ein neuer Anlauf für Deni Alar? Oder für Andrija Pavlovic? Und dann gibt´s noch die grün-weiße Wundertüte Andrij Ivan. Bei ihm, weiß man wirklich nie, was dabei rauskommt. Leider seit Juli kein Tor in einem Pflichtspiel.

Foto: © Red Rings Shots.

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