Fußball

Hinteregger richtete Notkonto ein: Wer Hilfe braucht, kann sich an ihn wenden

Sie haben sich inzwischen an das Leben in der Quarantäne irgendwie gewöhnt, die vier Österreicher bei Eintracht Frankfurt. Sowohl Trainer Adi Hütter, sein Assistent Christian Peintinger als auch ihre Spieler Martin Hinteregger und Stefan Ilsanker. Sie allen sehen den kommenden Montag als möglichen Wendepunkt: Die Quarantäne vorbei, vielleicht auch Training in etwa der Art, wie es der zweite österreichische Trainer in der deutschen Bundesliga, Oliver Glasner mit Wolfsburg praktizierte. In kleinen Gruppen, ohne Körperkontakt. Hütter, mit Frau und Tochter in Salzburg via Skype in täglichem Kontakt, hat sein positives Denken nicht beiseite gelegt. Glaubt daher fest daran, dass irgendein Szenario gefunden werden kann, um die deutsche Bundesliga zu beenden, die restlichen neun Runden noch auszutragen: „Da werden verschiedene Szenarien schon durchgeplant“. Das weiß er aus täglichen Videokonferenzen mit Vorstand Fredi Bobic und Sportdirektor Bruno Hübner. Hütter hat zwar punkto Geisterspiele eine schlechte Erfahrung gemacht, nämlich mit der 0:3-Heimpleite gegen Marcel Kollers FC Basel vor leeren Tribünen im Hinspiel des Achtelfinales der Europa League am 12. März, aber weiß zugleich auch, dass es immer noch besser ist, ohne Fans zu spielen als gar nicht: „Wir müssen versuchen, wieder Spannung aufzubauen. Jeder übt ja gerne seinen Beruf aus. Aber da sind wir nur Beifahrer.“

Hinteregger sorgte letzte Woche mit einem Video via Facebook für einen neuen Hit, als er mit Stormtrooperhelm, als Figur aus Stars Wars, auf der „Quetschen“, sprich Ziehharmonika spielte (Bild oben). Für Stars Wars hat er eine große Leidenschaft.  Das nicht gerade geringe Echo auf seinen persönlichen Beitrag zum Krieg der Sterne kam für den Kärntner etwas unerwartet. Er will die Pause auch dazu nützen, wieder richtig durchzustarten und in Schwung zu kommen, Denn er weiß, dass im Herbst seine Form besser war als in den Wochen vor der Corona-Pause, von der jetzt profitieren will. Was sich für ihn noch ändern wird? „Wenn das alles vorbei ist, werden wir volle Stadien noch viel mehr schätzen als vorher!“

Hinteregger hat in den schweren Zeiten seine Kärntner Heimat und die Landsleute nicht vergessen. Hielt sich stets am laufenden, was in 700 Einwohner-Gemeinde Sirnitz, woher er stammt, wo seine Familie lebt, passierte: „Es gab drei Corona-Verdachtsfälle, die aber dann negativ waren. Daher musste zum Glück nicht das ganze Dorf in Quarantäne.“ Aber trotzdem setzte der 27 jährige ein Zeichen, weil er sich bewusst ist, als Fußballer zu den Privilegierten zu gehören. Hinteregger richtete daheim in Kärnten ein Sonderkonto für Notfälle ein: „Wer Hilfe braucht, kann sich bei mir melden“. Eine Aktion, die schwer in Ordnung ist. Das Echo wird sicher groß sein.

 

Foto: Facebook.

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