Fußball

Lazaro droht Corona-Camp mit zwei Monaten Quarantäne

Mittwoch bittet  die UEFA die Generalsekretär der 55 nationalen Verbände zum Videogipfel über einen neuen Spielkalender, um die nationalen Meisterschaften zu Ende spielen zu können. Dass dies auch bei Champions und Europa League gelingen könnte, scheint immer unwahrscheinlicher zu werden. Auch die Fragen der Spielerverträge und des Transfergeschäfts gehören zu den Themen. Bereits Dienstag steigt in Deutschland eine Videokonferenz des 36 Profi-Klubs der ersten und zweiten Liga. Auch zur Frage, ob man die ausstehenden neun Runden nur an vier Spielorten austragen soll, da bei den Reisen quer durch Deutschland die Ansteckungsgefahr durch das Corona-Virus ziemlich groß wäre. In England, wo es um die höchsten TV-Gelder geht, gibt es für die ausstehenden 92 Spiele der Premier League eine ähnliche Variante, die noch einen Schritt weiter geht: Jede der 20 Mannschaften muss für diese Zeit in ein streng isoliertes Corona-Camp, das mit Virus-Teststellen ausgestattet wird! Das würde bedeuten: Zwei Monate Quarantäne! Denn jedes der 92 Spiele soll live übertragen werden.

Davon betroffen wären auch einige  Österreicher: Valentino Lazaro (Bild oben) mit Newcastle, Trainer Ralph Hasenhüttl, sein Assistent Richard Kitzbichler und Kevin Danso mit Southampton, Ex-Teamkapitän Christian Fuchs, derzeit bei seiner Familie eine Autostunde von New York entfernt in einem Landhaus, mit Leicester und Daniel Bachmann, dritter Tormann bei Watford. Der Plan, der hohe finanzielle und logistische Anforderungen mit sich bringt, sieht vor, dass ähnlich wie die Nationalteams bei Großereignissen, sprich Welt-oder Europameisterschaften, jede Mannschaft ein eigenes Camp bezieht. Mit Trainerteam, Betreuerstaff und dem kompletten Kader. In das aber Außenstehende keinen Zutritt haben, das streng isoliert bleibt. Das verlassen sie nur, um zu den Spielen zu kommen, die in London und in den Midlands, dem zentralen Teil Englands rund um Birmingham, ausgetragen werden sollen. Nach den Spielen müssen sie wieder in das isolierte Camp zurück. Wenn das alles tatsächlich realisiert werden sollte, würde auch über die Mitarbeiter der  TV-Stationen sowie die Arbeitskräfte in den 20 Corona-Camps  eine zweimonatige Quarantäne verhängt werden. Sehr viel Aufwand.

Aber zumindest die Fußballfans bekämen wieder das zu sehen, wonach sie sich sehnen: Live-Spiele. Bitter nur für die des FC Liverpool, dass sie nicht im Stadion an der Anfield Road den ersten Meistertitel seit 30 Jahren feiern könnten,sondern nur daheim vor den TV-Geräten. Aber das spielt in Zeiten wie diesen keine Rolle mehr.  Liverpools Trainer Jürgen Klopp veröffentlichte bereits letzte Woche auf der Homepage der „Reds“ einen offenen Brief an die Fans, in dem er unter anderem schreibt.: „Natürlich spielen wir nicht gerne vor leeren Stadien. Aber wenn dies einem Einzelnen hilft, gesund zu bleiben, dann werden wir es ohne nachzufragen tun.  Wenn es eine Entscheidung zwischen Fußball und dem Wohl der Gesellschaft ist, ist dies keine Frage. Wirklich nicht.“

Foto: Newcastle United.

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