Fußball

Ist Wolfsbergs Jubel über Jojic auch berechtigt? Zwei Siege der Austria

Austrias Sportvorstand  Peter Stöger, derzeit praktisch rund um die Uhr damit beschäftigt, Spieler, auf die bei Violett kein großer Wert mehr gelegt wird, an den Mann zu bringen, wird Donnerstag Abend wohl auch von der Nachricht überrascht worden sein, dass ein ehemaliger Schützing von ihm aus erfolgreichen Zeiten beim 1.FC Köln bei Wolfsberg anheuerte. Milos Jojic, fünffacher serbischer Nationalspieler, der von Borussia Dortmund in der Ära von Jürgen Klopp engagiert wurde, dort in der Champions League spielte, 2015 für drei Millionen Ablöse nach Köln übersiedelte, zur Erfolgstruppe gehörte, die mit der Qualifikation für den Europacup die beste Platzierung seit einem Vierteljahrhundert schaffte. Ein Mann mit Qualitäten, sonst würde er auch sucht zu den Klientn der führenden deutschen Agentur SportsTotal gehören und einen Rekord in der deutschen Bundesliga halten. Kein Debütant erzielte bisher schneller ein Tor nach seiner Einwechsung als Jojic. Das war noch unter Klopp am 15. Februar 2014 der Fall. Jojic brauchte nur 17,84 Sekunden, um gegen Eintracht Frankfurt für den 4:0-Endstand zu sorgen. So große Schlagzeilen bekam er danach in Deutschland nie mehr.

Wolfsbergs Präsident Dietmar Riegler (Bild oben links) und Vize Christian Puff fehlten nicht im türkischen Trainingslager beim Begrüßungsfoto. Die Funktionäre im Trainingsanzug,d er Spieler in Zivil. Normal ist ein Spieler von den spielerischen Qualitäten, die Jojic mitbringt, bei allem Respekt vor den Erfolgen Wolfsbergs im letzten Jahr für die Kärntner nicht zu bekommen. Außer er hat Probleme und macht ein Tief durch, sitzt mehr auf der Tribüne als er spielt.. Und das alles trifft bei Jojic zu. Basaksehir Istanbul holte den 27 jährigen 2018 um zwei Millionen aus Köln. Beim Bezwinger von Wolfsberg in der Europa League, dem Lieblingsklub des türkischen Staatschefs Recyp Erdogan, spielte er nur eine Nebenrolle. Nur 14 Einsätze, dabei lediglich je ein Tor und Assist, im vergangenen Herbst spielte er gar nicht mehr. Wie auch der zweite Neuzugang von Wolfsberg, Cheikhou Dieng, der ohne Verein war, weil Basaksehir seinen Vertrag nicht verlängerte. Bevor er in Istanbul weiter nur trainierte, keine Chance zum Spielen bekam, wechselte er lieber ins Lavanttal. Und falls er dort  im Frühjahr wieder seinen Rhythmus findet, an die Zeiten unter Stöger erinnern solle, in denen er entscheidende Passes lieferte, auf 12 Assists kam, selbst zwölf Treffer erzielte, dann wird er im Sommer wieder weg sein. Ist also der Jubel in Wolfsberg über Jojic auch berechtigt?

Darüber mann man geteilter Meinung sein. Eigentlich hätte ein Innenverteidiger Vorrang gegenüber einem neuen Kreativspieler haben müssen. Es wird für Ferdinand Feldhofer bei seiner Trainerpremiere in der Bundesliga schwer genug sein, Kapitän Michael Liendl, Romano Schmid und dazu noch Jojic so unter einen Hut zu bringen, dass Wolfsberg die Qualifikation für die Europa League wiederholen kann. Wer behauptet, Wolfsberg habe mit Jojic nur für den Fall vorgesorgt, dass Werder Bremen seinen Leihspieler Schmid im Sommer zurückbeordern wird, der liegt total daneben. Denn Wolfsberg hat Jojic nur bis Saisonende ausgeliehen. Von einem Geschäft, bei dem kein Risiko für Wolfsberg dabei ist, kann man ab nicht reden. Denn wenn es nucht funktioniert, könnt der Schaden groß sein.

Wolfsbergs Ex-Trainer Christian Ilzer konnte sich Donnerstag in Belek über zwei Siege mit Austria beim Testdoppel im Trainingslager freuen. Da machte es Violett besser als 24 Stunden zuvor der grün.weiße Erzrivale Rapid: „Starke Leitungen am Höhepunkt des Trainingslagers, es machte wirklich Freude und Spaß  zuzuschauen“, kommentierte Ilzer das 2:0 (1:0) gegen den slowakischen Erstligisten Michalovce und das 3:0 (1:0) gegen Dnipro aus der Ukraine. Auch die zuletzt verletzten Alexander Borkovic und Max Sax waren im Einsatz. Gegen die Slowaken trafen Florian Klein und der Israeli Alon Turgeman nach Assist des 18 jährigen Patrick Wimmer, gegen die Ukrainer Bright Edomwonyi, Kapitän Alexander Grünwald und Manprit Sarkaria.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Twitter.

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