Seit Montag ist der aktuell verletzte Philipp Lienhart der einzige österreichische Legionär bei Freiburg. Vor sechs Monaten wir Michel Gregoritsch nicht mehr gefragt, am letzten Tag der Wintertransferzeit in den Topliegen wurde Junior Adamu (Bild) bis Saisonende an den schottischen Rekordmeister Celtic Glasgow verliehen, spielt zumindest für ein halbes Jahr in grün-weiß statt wie bisher in rot-weiß. Freiburg kaufte den neunfachen österreichischen Teamstürmer im Sommer 2024 von Red Bull Salzburg um sechs Millionen Euro. Der 24 jährige erzielte in 67 Spielen sieben Tore, schaffte nicht den Sprung zum Stammspieler. Via Freiburg wäre er wahrscheinlich nicht in Österreichs WM-Kader gekommen, vielleicht klappt es noch über den schottischen Umweg, den ihm seine deutschen Berater Volker Struth und Sascha Breese ermöglichten. Celtic besitzt eine Kaufoption um fünf Millionen, hat eine turbulente Saison: Im Oktober trat Trainer Brendan Rodgers nach zwei Meistertiteln zurück, interimistischer Nachfolger wurde der Nordire Martin O´Neill. Das blieb er bis zum Dezember, dann kam der Franzose Wilfried Nancy. Der wurde zum Jahresende wieder entlassen, seit 5. Juni amtiert erneut O´Neill. Außer Adamu holte Celtic noch einen Stürmer: den Tschechen Tomas Cvancara als Leihspieler von Mönchengladbach. Celtic ist mit sechs Punkten Rückstand auf Sensations-Tabellenführer Hearts of Midlothian Zweiter, trifft in den Play-offs der Europa League auf den VfB Stuttgart.
Bei Oliver Glasners Crystal Palace gab es genau einen Monat nach dem letzten Rekordeinkauf den nächsten. Am 2. Jänner kam der walisische Teamstürmer Brennan Johnson um 40 Millionen Euro Ablöse von Tottenham, am 2. Februar der Norweger Jörgen Strand Larsen um 55 von Wolverhampton, dem abgeschlagenen Schlusslicht der Premier League. Für das Larsen diese Saison in 22 Runden nur ein Tor erzielte, letzte Saison waren es noch 14. Er ist der erste norwegische Spieler, der mehr als 100 Millionen n an Transfererlösen erzielte. Genau 101,14 durch die Wechsel aus seiner Heimat von Sarpsborg nach Holland zu Groningen, dann weiter zu Celta da Vigo nach Spanien, von dort zu Wolverhampton und nun zu Crystal Palace. Larsen ist der Ersatz für den französischen Torjäger Jean Philippe Mateta, dessen Wechsel nach Italien zu Milan sich zerschlug, weil er den Medizinheck nicht bestand. Mateta dürfte aber wegen seiner Knieprobleme monatelang ausfallen, daher griff Crystal Palace bei Strand Larsen zu.
Foto: SC Freiburg.