Fußball

Junior Adamu nahm Austrais Geschenke an: Triplepack!

Austrias Sportchef Manuel Ortlechner konnte sich Sonntag über einen Sieg freuen. Allerdings am  Vormittag auf der Hohen Warte über den in der zweiten Liga der Young Violets, die mit fünf Spielern, die schon in der Bundesliga zum Zug kamen, Aufsteiger Vienna die erste Heimniederlage zufügten. Verteidiger Leonardo Ivkic, einer der fünf, erzielte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte das goldene Tor zum1:0 (0:0), beendete die Torsperre von Viennas Tormann Andreas Lukse nach 418 Minuten. Am Abend gab es für Ortlechner keinen Grund zur Freude. Denn in der Bundesliga hielt die Austria gegen Meister Red Bull Salzburg von der 37. bis zur 74. Minute ein 1:1, verlor aber am Ende 1:3 (1:1). Weil Violett vor 10.600 Zuschauern Geschenke verteilte, die Junior Adamu zum seinem ersten Triplepack in der Bundesliga nützte.

Salzburgs Trainer Matthias Jaissle belohnte Junior Adamus starken Auftritt als Joker beim 1:1 in der Champions League gegen Dinamo Zagreb, stellte ihn statt Noah Okafor in die Startelf. Die zweite Änderung: Max Wöber statt des verletzten Andreas Ulmer Kapitän und Linksverteidiger. Ohne den Oldie stellte Salzburg seine bisher jüngste Startelf in der Bundesliga. Im Schnitt 21 Jahre und 108 Tage alt. Der 21 jährige Adamu (Bild oben) sorgte dafür, dass Salzburg den Zweipunktevorsprung auf Sturm Graz verteidigte und als Tabellenführer ins Spitzenduell am nächsten Samstag geht. Kopfball zum 1:0 nach 11 Minuten nach Flanke von Luka Sucic, bei der Austrias Innenverteidiger Matteo Meisl zu weit weg vom Torschützen stand und nicht ins Luftduell kam. Nach 74 Minuten traf Adamu nach einem Pass von Maurits Kjaergaard die Führung, zwischen Meisl und Manuel Polster zum zwweiten Führungstor. Sechs Minuten später nützte er einen Patzer von Tormann Christian Früchtl bei einem Eckball von Nicolas Seiwald.

„Diese Tore dürfen nie und nimmer passieren“, ärgerte sich Austrias Trainer Manfred Schmid, der wie gegen Villarreal mit Fünferabwehr begann, nichts umstellte. In der Pause wurde er dazu gezwungen, weil mit Andreas Gruber der gefährlichste Stürmer nicht mehr weiter konnte. Daher übersiedelte Rechtsverteidiger Georg Teigl für 20 Minuten in den Angriff. Was Schmid am meisten ärgerte, war die vergebene Konterchance beim Stand von 1:1, als Dominik Fitz, Polster und Can Keles nach einem Eckball für den Meister allein gegen einen Salzburger Abwehrspieler (Amar Dedic) liefen. Keles jagte am Ende aus Abseitsposition den Ball über das Tor. Das hätte die Austria-Führung sein müssen. „Bei Salzburg ist so eine Chance zu 99 Prozent ein Tor. Immer nur knapp dran zu sein, genügt nicht „klagte Schmid im Sky-Interview, meinte sicher auch das 0:1 gegen Villarreal am Donnerstag mit dem Tor in der 86. Minute.

Austrias Ausgleich machten auch Salzburgs Fehler möglich. Innenverteidiger Strahinja Pavlovic spielte den Ball Matthias Braunöder in die Beine, dessen Schuss wehrte Tormann Philipp Köhn in die Mitte statt zur Seite ab.  Fitz nützte das. Pavlovic leitete mit einem Vorstoß die Aktion zum zweiten Tor ein, aber dass er den Vorzug gegenüber Wöber erhält, wird weiter für Diskussionen sorgen. Wöber machte es als Ulmer-Ersatz zwar gut, aber er ist ein Innenverteidiger, im Zentrum besser. Nach Siegen bedeutet das aber kein Thema. Jaissle machte seiner „sehr, sehr jungen Mannschaft“ ein Kompliment, Sportchef Christoph Freund war auf sie stolz: „Das war schon sehr, sehr reif!“

Sturm Graz konnte die Serie der Heimniederlagen gegen Wolfsberg beenden. Zur Pause bei 0:1 sah es allerdings nach der achten hintereinander aus. Dann tauschte Trainer Christian Ilzer Alexander Prass und Otar Kiteishvili ein, zwischen der 49. und 54. Minuten drehten drei Sturm-Tore, von denen die ersten zwei nach Eckbällen fielen, das Match total um. Kiteishvili erzielte den Ausgleich, danach scorten Ex-Austrianer Alexander Borkovic per Kopf und der Schweizer Albian Ajeti. Endstand 3:2, das zweite Tor der Kärntner fiel erst in der 90. Minute. Das von Altach zum 1:0 (0:0) gegen Hartberg erst in der 94. durch Atdhe Nuhiu. Damit hat Hartberg zur Hälfte des Grunddurchgangs die rote Laterne des Letzten.

Foto: Red Bull Salzburg.

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