Eishockey

KAC gescheitert: Graz 99ers zum ersten Mal österreichischer Meister

Der KAC konnte nicht mit seiner schlechten Tradition brechen und erstmals einen 2:3-Rückstand in einer Play-off-serie in einen Aufstieg verwandeln. Die Klgenfurter, zuletzt zweimal im Finale, verloren das sechste Viertelfinalspiel in Ungarn gegen Fehervar mit 0:3 (0:0. 0:1, 0:2) und die Serie mit 2:4. Damit steht erstmals in der Geschichte der ICE-League eine Mannschaft, die im Grunddurchgang nur Zehnter wurde, im Semifinale. In Wahrheit ist der KAC auch an sich selbst gescheitert, denn er schenkte Sonntag im dritten Heimspiel Fehervar den Sieg. Mit nur 16 Torschüssen kamen die Ungarn zum 4:3.  Der finnische Fehervar-Goalie Rasmus Reijola feierte Mittwoch sein viertes Shutout in dieser Saison. Das dritte hatte er in Wien im dritten Spiel der  Pre Play-offs gegen die Vienna Capitals, die mit einem klaren 6:1-Heimsieg die Serie begannen. Danach konnte sich eigentlich keiner vorstellen, dass die Capitals noch rausfliegen. Ihr Schicksal teilt jetzt der KAC. Als Österreichs Teamverteidiger Thimo Nickl nach 25 Minuten auf die Strafbank musste, begann der Untergang. Die Ungarn gingen in Führung. Bei seinem ersten Überzahlspiel  hatte der KAC mit Stangenschüssen Pech. Im Schlussdrittel ließ Fehervar kaum etwas zu. Das 2:0 fiel erst in der 56. Minute durch den 33 jährigen Janos Hari, der vor sechs Jahren 18 Spiele für Salzburg bestritt.

Das Ergebnis in Székesfehérvár sorgte in Graz für Riesenjubel. Denn dadurch sind die Graz 99 ers die einzige österreichische Mannschaft im Semifinale und erstmals in der Klubgeschichte österreichischer Meister, lösen EC Red Bull Salzburg ab. Das wird speziell beim temperamentvollen, ungeduldigen und ehrgeizigen Präsidenten Herbert Jerich für Genugtuung sorgen. Die Grazer, Sieger des Grunddurchgangs, treffen ab Sonntag im Semifinale in der Best-of-seven-Serie auf Fehervar, sind klarer Favorit, aber gewarnt. Die ersten zwei Heimspiele waren in nicht einmal einer Stunde ausverkauft, obwohl die Ungarn noch gar nicht als Gegner feststanden. Das zweite Semifinale bestreiten Salzburg-Bezwinger Pustertal und Olimpija Laibach.

Bei den Vienna Capitals arbeitet Sportchef Christian Dolezal an der Rückkehr von Konstantin Komarek, der 2008 seine Geburtsstadt verließ, seitdem mit vier Jahren Unterbrechung in Schweden spielte. Von 2012 bis 2016 stand er in Salzburg unter Vertrag, wurde zweimal Meister. In den letzten drei Jahren war Komarek rechter Flügel beim schwedischen Zweitligisten Västeras.

 

Foto: Ice League/Gepa.

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