Die Befürchtungen haben sich bestätigt: Stefan Posch erlitt bei Österreichs 3:1 gegen Jordanien bei einem unglücklichen Zusammenstoß einen Kieferbruch. Das bestätigte eine Computertomographie. Da aber eine Operation nach aktuellem Stand nicht notwendig ist, könnte die WM für den steirischen Rechtsverteidiger weitergehen . Es wird eine Spezialschiene angefertigt, die den weiteren Heilungsverlauf unterstützen soll. Kann er mit der am Montagabend in Dallas gegen Weltmeister Argentinien und Lionel Messi spielen? Posch selbst will es unbedingt. Geht es sich nicht aus, gibt es drei Varianten für Teamchef Ralf Rangnick auf den Ausfall zu reagieren: Die logischste wäre die mit Konrad Laimer als Rechtsverteidiger. Falls aber Rangnick mit dem Bayern-Legionär andere Pläne hat, etwa ihn gegen Messi spielen zu lassen, dann könnte der schnelle und aggressive Patrick Wimmer der rechte Verteidiger sein. Die dritte Möglichkeit wäre mit Philipp Mwene als Rechtsverteidiger und Alexander Prass auf der linken Seite.
Sicher wird bei Rangnicks Matchplan im Vordergrund stehen, wie man Messi nicht ähnlich zur Wirkung kommen lassen kann wie bei seinem Dreierpack beim 3:0 gegen Algerien. Durch den ist er gemeinsam mit dem Deutschen Miroslav Klose mit je 16 Treffern derzeit WM-Rekordtorschütze. Trifft er auch gegen Österreich, hat er zwei Tage vor seinem 39. Geburtstag den alleinigen Rekord. „Argentinien ist aber nicht Messi allein“, behauptete Rangnick. Beim Startsieg begannen sechs Legionäre aus Englands Premier League, je einer aus Italiens Serie A, Spaniens LaLiga und Frankreichs Ligue1. Mit Messi stürmten Lautaro Martinez von Italiens Meister Inter Mailand und Thiago Almada von Atletico Madrid, das Mittelfeld bildeten Rodrigo De Paul vom Messi-Klub Inter Miami, Alexis Mac Allister vom FC Liverpool und Enzo Fernandez von Chelsea. Genug Qualität.
Die hatte Freitag die Schweiz in Los Angeles, um mit dem 4:1 (0:0) gegen Bosnien fast schon den Aufstieg zu fixieren. Bis zur 72. Minute stand es 0:0, war es ein Spiel auf Augenhöhe. Dann tauschte der Schweizer Teamchef Murat Yakin mit Johan Manzambi und Ruben Vargas zwei neue Offensivspieler ein. Der 20 jährige Manzambi, ein Mitspieler von Philipp Lienhart beim SC Freiburg, erzielte nur zwei Minuten später volley die Führung. Vargas erzielte zwölf Minuten später das 2:0. Dazwischen lag die rote Karte für Bosniens Innsnverteidiger Tarik Muharemovic (früher Wolfsberg). Alles andere war nur noch Draufgabe. Das zweite Tor von Manzambi und der verwandelte Elfmeter von Kapitän Granit Xhaka. Bosnien begann mit Oldie Edin Dzeko, den Ex-Salzburgern Amar Dedic und Kerim Alajbegovic. Als Dzeko nach 64 Minuten ausgewechselt wurde, stand es noch 0:0. Bosniens Tor zum 3:1 erzielte Joker Ermin Mahmic bei seinem Debüt. Ein ehemaliger Rapid-Nachwuchsspieler, der als Legionär des tschechischen Klubs Liberec zweimal in Österreichs U 21 zum Einsatz kam. Weiter ohne Sieg sind Tschechien und Südafrika nach dem 1:1 (1:0) in Atlanta. Die frühe Führung der Tschechen durch Mittelfeldspieler Michal Sadilek hielt bis zur 83. Minute, dann fiel aus einem Handelfmeter der Ausgleich.
Foto: ÖFB/Christopher Kelemen.