Fußball

Kiew-Boss Surkis baggert an Rückkehr von Dragovic

Kaum war Dienstag Abend Rapids unnötige Niederlage in Gent perfekt, begannen die Spekulationen, dass ohne die fünf Millionen Euro Startgeld für das Play-off um die Champions League Grün-Weiß zu Notverkäufen gezwungen sein wird, um finanziell zu überleben. Das mag zwar schon seine Richtigkeit haben, nur fehlte es bisher an konkreten Angeboten für Rapid-Spieler, die Millionen bringen könnten. Über „Inserate“ für Taxiarchis Fountas oder Dejan Ljubicic ging das bisher nicht hinaus. Die heiße Zukunftsaktie Yusuf Demir schon mit 17 Jahren zu Geld zu machen, wäre der falsche Weg.

Gents Play-off-Gegner Dynamo Kiew, der 15 malige Ukraine-Meister, denkt hingegen an Aufrüsten. Das war schon vor dem 2:0 gegen Alkmaar so. Denn Präsident Igor Surkis liegt es schwer im Magen, dass sein Klub in der Ukraine nur noch die klare Nummer zwei hinter Schachtjor Donezk ist, die letzte Saison mit 23 Punkten Rückstand auf Donezk beendete. Ändern soll das ein österreichischer  Teamspieler, mit dem Dynamo Kiew zwischen 2013 und 2016 je zweimal Meister und Cupsieger war, im Achtelfinale der Champions League spielt: Aleksandar Dragovic (Bild oben). Seit Wochen baggert Surkis an Dragovic, versucht, ihm die Rückkehr nach vier Jahren schmackhaft zu machen.

2013 hatte es sich Surkis zehn Millionen Euro kosten lassen,  um Dragovic vom damaligen Schweizer Meister FC Basel nach Kiew zu holen, gab ihm einen Fünfjahresvertrag. Aus dem ihn Leverkusen noch vor der  Europameisterschaft 2016 um 21 Millionen herauskaufte. Jetzt läuft der Dragovic-Vertrag in Leverkusen nur noch ein Jahr bis Sommer 2021, dann wäre er ablösefrei. Aber er ist nur die Nummer vier in der Innenverteidiger-Hierarchie von Trainer Peter Bosz. Dragovic weiß, dass er etwas ändern muss, um nicht seinen Platz in Österreichs Nationalteam für die Europameisterschaft zu gefährden, Nur tut sich am Transfermarkt relativ wenig. Konkret ist bisher nur das große Interesse von Surkis.

Er will um Dragovic eine neue Mannschaft aufbauen, die Schachtjor überholen kann. Dazu holte er bereits den ehemaligen Schachtjor-Trainer Mircea Lucescu. Der 74 jährige Trainer aus Rumänien wollte zwar nach vier Tagen zurücktreten, weil ihn die Dynamo-Fans wegen seiner Donezk-Vergangenheit ablehnen, aber das ließ Surkis nicht zu Das Play-off ist der erste Schritt am Weg zurück, die Rückkehr von Dragovic soll der nächste sein. Der 29 jährige, der 81 Länderspiele für Österreich bestritt, muss nur noch „ja“ sagen. Mit Leverkusens Ablöseforderungen würde Surkis schon klar kommen. Für Dragovic ist jedoch der Schritt zurück in die Ukraine keine leichte Entscheidung. Vor allem aus privaten Gründen.

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