Fußball

Kollers Credo: Vier Punkte Rückstand sind nicht all zuviel

Marcel Koller  in den TV-Werbespots seines Sponsors tipp 3 als Rocker. Mechaniker oder Friseur, das erreichte fast schon Kultstatus. Dass es, wie oben am Bild zu sehen ist, am Freitag gegen Moldawien in der Abwehr von Österreichs Team brennen wird, sollte nicht passieren. Auch wenn der Teamchef feststellte, dass  Moldawien im Vergleich zur letzten Qualifikation für die Euro 2016 unter dem neuen Teamchef  Igor Dobrovolski mutiger, frecher und  offensiver agiere, über Standards gefährlich werden könnte.  Einsatz kann  wie oben als Heilmittel empfohlen, in jedem Match keinesfalls schaden- denn Selbstläufer wird das gegen Moldawien  keiner, wie auch die Spieler wissen.

Einheizen wird Koller seiner Mannschaft, wie er bereit letzte Woche dem „Standard“ verriet. Galligkeit will er von ihr sehen. Mit neuen Reizen: „Denn wer nichts Neues probiert, der kann keinen Schritt nach vorne machen“. Neuer Reize können sich nicht nur auf die neue Umgebung mit gemütlicher Fünfsterne-Superior-Atmosphöre im Hotel Kempinski und den neuen schwarzen K&K-Teambus  beschränken, da muss etwas mehr  kommen. Neue Reize setzte der Teamchef hingegen bezüglich seiner Informationsfreudigkeit nicht gerade: Wer Dienstag in seiner ersten Pressekonferenz etwas konkretes erwartete,  das verließ nachher mit langem Gesicht den Presseraum im Happel-Stadion. Da wird man wohl erst am Freitag  Abend mit dem Anpfiff wissen, wie Koller es anlegt. Dass er Guido Burgstaller bei seiner Teamrückkehr in einer zentralen Rolle sieht,  wie bei Schalke, verrät eigentlich auch nichts. Denn zentral kann der Kärntner die einzige Spitze sein, wenn es beim 4-2-3-1 bleibt, oder eine von zwei, falls Koller doch zum zweiten Mal in einem Bewerbspiel, übrigens dem 28. in der fünfeinhalbjährigen Ära des Schweizers im 3-5-2 beginnt. Kein Hinweis auf System, keiner auf den Torhüter oder auf den Kapitän statt des gesperrten Julian Baumgartlinger. Hätte Koller Marc Janko geantwortet, wäre das doch ein Hinweis auf die Aufstellung und sogar das System gewesen. Denn es wäre ein Treppenwitz der Teamgeschichte, würde Koller Burgstaller zurückholen und dann auf die Bank setzen. Janko und Burgstaller hieße also 3-5-2. Der Teamchef betonte aber anderereits, es bliebe nur Zeit zu zwei Trainingseinheiten, in denen an der Taktik gearbeitet werde. Man müsse schauen, was man im Ernstfall von dem, was man im Training übte, auch umsetzen kann.

Kollers Credo heißt: Vier Punkte Rückstand auf Platz zwei, sprich Serbien  sind nicht all zuviel. Die könnte sein Team in sechs Spielen, beginnend mit dem Pflicht-Heimsieg  gegen Moldawien, durchaus aufholen. Dann folgen noch die Partien in Irland und Wales, die Heimspiele gegen Georgien und Serbien,  zum Abschluss der Gang nach Chisinau. Freitag dürfte aber der Rückstand auf die Serben kaum geringer werden, da die in Tiflis auf Georgien treffen. Der Sprung vom vierten auf den dritten Platz hinter Irland und Serbien würde  mit drei Punkten gegen Außenseiter Moldawien gelingen, wenn Tabellenführer Irland im Aviva-Stadion von Dublin Wales in die Knie zwingt. Auch das wäre schon ein Mutmacher: „Ich bin weiter von den Qualitäten dieser Mannschaft überzeugt“, versicherte Koller selbstbewusst. Das Problem beid er Marschroute zumindest via Play-off das WM-Ticket zu schaffen: Diese Qualitäten hat sein Team nach dem Abschluss der herausragenden Qualifikation zur EURO im ganzen darauf folgenden Jahr 2016 nie gezeigt. Also heißt es: Kräfte und Qualitäten bündeln, auf ein Neues!

 

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