Fußball

Kovac zeigte Hütter brutal den Meister! Entwarnung bei Alaba

Das war kein guter Sonntag für österreichische Fußball-Legionäre. Egal, ob Spieler oder Trainer. Es  begann praktisch noch zu Mittag, als es für den Ex-Rapidler Stefan Kulovits als Kapitän von Zweitligist Sandhausen eine klare 0:3-Heimniederlage gegen den Hamburger SV setzte, der in seinem ersten Auswärtsspiel in dieser Liga von zwei schlimmen Patzern von Sandhausens Keeper profitierte.Da half auch Einsatz total von Kulovits nicht. Nichts wurde es mit einer neuen Sternstunde für ihn gegen den Hamburger wie vor neun Jahren mit Rapid. Diesmal 0:3 statt 3:0 wie 2009. Montag Abend bringt die zweite Liga ein österreichisches Duell von Ex-Rapidlern: Der 1.FC Köln empfängt mit Louis Schaub die „Eisernen“ von Union Berlin mit Christopher Trimmel als Kapitän.

Noch schlecht erging es dann Marko Arnautovic eine Stunde später beim Start in die Premier League – 0:4 (0:1) mit West Ham an der Anfield Road beim FC Liverpool. Nichts zu merken von der entscheidenden Steigerung, die Trainer Mauricio Pellegrino unter der Devise „wir nehmen es mit jedem auf“ ankündigte, Arnautovic ließ nur in der ersten halben Stunde seine Gefährlichket aufblitzen, fiel danach nur noch beim Austausch nach 67 Minuten auf. Liverpools Trainer Jürgen Klopp setzte mit Torhüter Alisson und dem Ex-Salzburger Naby Keita nur seine zwei teuersten Neuerwerbungen ein. Keita leitete die Aktion zum Führungstor von Mohamed Salah ein,  nach der Pause traf der zweite Ex-Salzburger bei den „Reds“, Sadio Mane, zweimal. Klopp warnte vor zu viel Euphorie: „West Ham ist nicht Manchester City.“ Englands Meister siegte in London bei Arsenal 2:0.

Den schlimmsten Sonntag erlebte aber Adi Hütter bei seinem ersten Pflichtspiel auf der Trainerbank von Deutschlands Cupsieger Eintracht Frankfurt. Ein brutales, auch in dieser Höhe verdientes 0:5 (0:2) gegen Bayern München im Duell um den Supercup. Hütters Vorgänger Niko Kovac (Bild oben) zeigte ihm mit seinem neuen Klub im wahrsten Sinne des Wortes den Meister. Nur in den ersten 20 Minuten konnte die Eintracht sich so aggressiv und kompakt präsentieren wie es sich Hütter vorstellte, ehe Robert Lewandowski zuschlug: Erstmals nach 21 Minuten, fünf Minuten später noch einmal. Das bedeutete schon den Knackpunkt. Lewandowski traf auch in der zweiten Hälfte, antwortete auf diese Art perfekt auf einige Provokation von Frankfurts Kapitän David Abraham.

Hütter verlor in seiner Zeit bei Young Boys Bern nur einmal so hoch mit fünf Toren Unterschied. Im  August 2016 in der Qualifikation zur Champions League bei Mönchengladbach 1:6.  Nach Schlusspfiff sprach aus seinem Gesicht fast Ernüchterung, bei der Gratulation an Kovac huschte ein Lächeln über sein Gesicht: „Das war im Finish nicht angenehm, zeitweise sogar peinlich“, gestand er im ZDF, „wir brachte nach dem zweiten Tore keinen Schwung mehr nach vorne. Das war nicht das, was ich mir vorstelle, aber wir werden schon wieder aufstehen.“ Ein österreichisches Opfer gab es leider auch in diesem Spiel, als alles schon entschieden: Frankfurts Verteidiger Danny da Costa traf David Alaba, der kurz zuvor das vierte Tor vorbereitet hatte, nach Lewandowski der beste Bayern-Spieler war, voll am linken Knie. Alaba konnte nicht mehr weiter, humpelte nach der Behandlung gestützt auf die Physiotherapeuten in die Kabine. Bayern spielte mit zehn Mann das Match souverän zu Ende, traf noch einmal Kovac: „Das mit David ist der Wermutstropfen, den wir haben. Ich hoffe, dass es nur eine Prellung ist, nichts ärgeres.“

Der Wunsch von Kovac ging am Montag Vormittag nach einer eingehenden Untersuchung in Erfüllung: Nur starke Prellung, keine Bänderverletzung. Das Gelenk wird ruhig gestellt und behandelt. Wie lange die Pause dauern wird , ließ Bayerns medizinische Abteilung noch offen.

Foto: © FC Bayern München Media .

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