Fußball

Kühbauer wieder im Cupfinale: „Das hatte wenig im Fußball zu tun!“

Letztes Jahr wurde Didi Kühbauer mit Wolfsberg Cupsieger, heuer ist er mit dem LASK am 1. Mai wieder im Endspiel. Gegner im Klagenfurter Wörtherseestadion ist Altach, da sind die Linzer Favorit. So wie sie es auch Mittwoch beim Semifinale im ausverkauften Oberösterreich-Derby in Ried waren. Aber der LASK konnte sich erst im Nachspiel durchsetzen. Das Siegestor  zum 2:1 (1:1, 1:1) fiel in der  108. Minute nach Flanke von Moses Usor durch einen Kopfball des kroatischen Mittelfeldspielers Lukas Kacavenda, einer Leihgabe von Dinamo Zagreb, den Rieds Innenverteidiger Nikki Havenaar noch etwas abfälschte. Kacavenda wurde erst sechs Minuten zuvor für Kapitän Sascha Horvath eingewechselt, ein guter, entscheidender Griff von Kühbauer. Es war der 14. Einsatz des Kroaten, der bisher nur sechsmal zur Startelf gehörte. Das Jokertor war sein zweites für den LASK, auch das erste erzielte er im Cup. In der zweiten Runde beim 2:0 in Horn.

Spielerisch bot die Partie nur wenig: „Es hatte wenig mit Fußball zu tun“, gab auch Kühbauer zu, „immer nur hohe Bälle und Standards. Eine der schwächsten Leistungen, seit ich wieder beim LASK bin. Aber wir sind trotzdem im Finale, das ist das Wichtigste!“ U21-Teamspieler Fabian Rossdorfer brachte Ried kurz nach der Pause nach Vorarbeit von Havenaar in Führung, nur eine Minute später glich der Amerikaner Samuel Adeniran nach Passvon Sasa Kalajdzic aus. Knapp vor Ende der regulären Spielzeit jubelte Ried über das vermeintliche 2:1 und den Aufstieg ins Finale.  Aber die Kopfball-Kombination der Innenverteidiger Havenaar und Oliver Steurer, der verlängerte, zählte nicht. Nach minutenlanger Überprüfung durch VAR Alan Kijas und dessen Assistenten Josef Spurny stand fest: Havenaar stand knapp im Abseits.  Daher konnte am Ende der LASK vor seinen Fans jubeln. Kühbauer verweigerte den Handschlag mit Verlierer Maximilian Senft. Weil Rieds Trainer nach Kühbauers Ansicht ständig versuchte, den Salzburger Referee Sebastian Gishamer zu beeinflussen, zudem seine Mannschaft zur Rudelbildung aufgefordert haben soll.

Für Kühbauer wird es das dritte Cuofinale als Trainer. Letztes Jahr mit Wolfsberg schlug er Hartberg 1:0,  2019 verlor er mit Rapid gegen Salzburg 0:2. Rapid kann sich auch als Sieger des Oberösterreich-Derbys fühlen: Weil der LASK sich vier Tage vor dem Bundesligaduell in Hütteldorf erst nach 120 intensiven und kräftezehrenden Minuten durchsetzte.

Foto: Yigit Oerme.

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