Fußball

Laimer beeindruckte Matthäus! Dragovic „Opfer“ von Schiedsrichter

Drei Österreicher zumindest für 24 Stunden an der Sitze der deutschen Bundesliga: Marcel Sabitzer, Konrad Laimer und Stefan Ilsanker schafften dies mit RB Leipzig durch den sechsten Sieg in Serie, das sichere 3:0 (1:0) bei Fortuna Düsseldorf. Laimer sorgte schon nach 65 Sekunden dafür, dass Leipzig auf die Siegesstrasse kam: Mit einem Dribbling schaltete er drei Düsseldorfer aus, sein präzise Flanke nützte Tschechen-Stürmer Patrik Schick zur Führung. Laimer (Bild oben) beeindruckte auch in anderen Szenen und durch sein Laufpensum. Die Sieger liefen sieben Kilometer mehr als die Verlierer. „Sky“-Experte Lothar Matthäus war von Laimers Vorstellung so beeindruckt, dass er ihn zum „Spieler des Abends“ wählte. Sabitzer leistete den Assist zum dritten Tor. „Bild“ fragte nach der Leipziger Machtdemonstration, warum man sich eigentlich um Salzburgs Torjäger Erling Haaland bemühe, ob man ihn wirklich  brauche. Die große Herausforderung wartet auf RB Leipzig und seine Österreicher Dienstag im Schlager bei der wieder erstarkten Borussia Dortmund, die in Mainz 4:0 (1:0) gewann.

Zurück meldete sich auch Bayern vor 75.000 Zuschauern. Von der 24. bis zur 45. Minute führte Werder Bremen in München 1:0, aber der Meister ging mit einem 2:1-Vorsprung in die Pause. Dafür sorgten der Brasilianer Philippe Coutinho und Robert Lewandowski. Das war der Auftakt zur bisher größten Show von Coutinho im Bayern-Dress mit drei Torn und zwei Assits. Das 3:1 riss die Zuschauer vor Begeisterung von den Sitzen, als er nach einem gekonnten Pass von David Alaba praktisch aus dem Stand Bremens Tormann Jiri Pavlenka überhob. Vor Jahrzehnten, genau gesagt 1982, war ähnliches dem legendären Antonin Panenka bei Rapids Meisterstück, dem 5:0 gegen Wacker Innsbruck, im Hanappi-Stadion gelungen.

Marco Friedl, der zur zweien Hälfte bei Werder Bremen gekommene Freund von Alaba, hob die vermeintliche Abseitsstellung von Coutinho bei seinem Supertor auf. Alaba hielt sich nach dem Kantersieg nicht mit Tipps an die Chefetage von Bayern zurück. Die da hießen: Trainer Hansi Flick längerfristig unter Vertrag nehmen, Coutinho im Sommer endgültig vom FC Barcelona erwerben. Auch wenn das 120 Millionen Euro kosten würde. Bild zitierte Alaba mit dem Satz: „Wenn man sich das Spiel anschaut, würde ich empfehlen, ihn zu holen!“

Riesenärger gab es für Aleksandar Dragovic beim 0:2 (0:0) von Leverkusen im Derby bei Köln, bei dem Teamkapitän Julian Baumgartlinger durchspielte. Nach 42 Minuten zeigte Schiedsrichter Manuel Gräfe Dragovic Gelb, obwohl er klar den Ball spielte, eigentlich vom Kölner Dominick Drexler gefoult wurde. Als Dragovic nach 62 Minuten den Kolumbianer Jhon Cordoba wirklich foulte, bekam er Gelb-Rot. Da stand es 0:0. Die zweite gelbe Karte sah Dragovic zu Recht, dennoch bezeichneten ihn alle als Opfer eines Schiedsrichterirrtums. Erst danach kamen Leverkusen auf die Verliererstrasse, zumal auch Jamaika-Stürmer Leon Bailey die Nerven verlor und Rot bekam. Leverkusens Sportvorstand Rudi Völler stümte nach Spielende auf den Rasen, machte Gräfe wegen Dragovic temperamentvoll heftige Vorwürfe.

So kam Kölns neuer Trainer Markus Gisdol wie auch Jürgen Klinsmann bei Hertha BSC Berlin (1:0 gegen Freiburg) zu seinem ersten Sieg, bei dem die Köln-Österreicher nicht jubeln konnten: Louis Schaub durfte drei Minuten spielen, Florian Kainz nur auf der Tribüne sitzen. Er fiel vor allem in Ungnade, weil er bei der 0:2-Niederlage gegen Union Berlin eine Runde davor einen Freistoß schlecht schoss. Dass Kainz beim Anlauf wegrutschte, ließ Gisdol nicht gelten. Er setzt einen 17 jährigen und zwei 19 jährige ein. Machte auch das für den Sieg verantwortlich.

Leipzig jubelt, einem Ex-Leipzig.Trainer aus Österreich geht´s in England schlecht: Ralph Hasenhüttl liegt mit Southampton nach einer 0:1-Heimpleite gegen West Ham als 18. weiter auf einem Abstiegsplatz. Bei den Buchmachern scheint der Grazer in der Rangliste der Trainer, die als nächste in der Premier League fliegen, auf Platz eins auf.

Foto: RB Leipzig.

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