Fußball

Laut Tabelle ist Lienhart Bayern-Jäger, aber der Abstand nach hinten ist entscheidend

Acht Auswärtssiege in einer Runde – das gab es in 56 Jahren deutscher Bundesliga zuvor noch nie. Sieben Österreicher hatten ihren Anteil daran: Martin Hinteregger mit Eintracht Frankfurt (2:1 bei Union Berlin), Guido Burgstaller mit Schalke (3:1 in Leipzig), Stefan Lainer mit Mönchengladbach (3:0 bei Hoffenheim), Pavao Pervan im Tor von Wolfsburg beim 1:0 in Mainz, Aleksandar Dragovic und Julian Baumgartlinger mit Leverkusen (2:0 in Augsburg) und am Sonntag Philipp Lienhart, der mit Freiburg in Düsseldorf die Fortuna 2:1 (1:1) bezwang, Rang drei mit einem Punkt Abstand auf Tabellenführer  Bayern München eroberte. Kulttrainer Christian Streich (Bild oben) versicherte nachher: „Ich kenne die Tabelle nicht!“ Ihm kann man das fast glauben.

Er wechselte mit Luca Waldschmidt, den Schützenkönig der U 21-EM, nach 72 Minuten den Siegestorschützen ein. Neun Minuten später traf er. Zudem vergab Freiburg noch einen Elfmeter. 13 Punkte aus den ersten sechs Runden hatte Freiburg zuvor noch nie, die ersten drei Auswärtsspiele zu gewinnen, gelang zuvor in der Klubgeschichte auch noch nie. Und immer mitten drin: Lienhart mit seiner gewohnt seriösen Leistung im Abwehrzentrum. Auf ihn ist Verlass, das weiß und schätzt Streich. Wer Lienhart Sonntag Abend darauf ansprach, ob er sich als Bayern-Jäger fühlte, der hörte von ihm: „Wir haben derzeit eine gute Entwicklung, da gehört auch etwas Glück dazu. Damit können wir einen Abstand nach hinten schaffen, das ist entscheidend!“ Freiburg hat sich zehn Punkte von den Abstiegsplätzen entfernt, dürfte nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun haben. Das konnte in der Form nicht erwartet werden.

Für Florian Kainz und Louis Schaub dürfte hingegen das Thema Abstiegskampf nach der 0:4 (0:1)-Heimpleite gegen Hertha BSC Berlin, bei der nur Kainz spielte, aktuell werden. Köln ist Vorletzter, dahitner kommt mit Paderborn ein weiterer Aufsteiger.  Nach nur sechs Runden soll schon der erste Trainer wackeln: Der Holländer Alfred Schreuder bei Hoffenheim, dem Klub von Stefan Posch, Florian Grillitsch und Christoph Baumgartner. Er macht den Abgang vom Ex-Rapidler Joelinton zu Newcastle dafür verantwortlich, dass Hoffenheim bisher nur ein Spiel gewinnen konnte. Aber diese Meinung teilen bei Hoffenheim nicht alle, vor allem nicht Mäzen Dietmar Hopp.

 

Foto: SC Freiburg Media.

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