Die Leistung alles in allem okay, das Ergebnis nicht gut – den Satz hörte man von Rapid-Trainer Hoff Thorup am Sonntag in Hartberg nach dem 2:2 (0:1) nicht zum ersten Mal. Aber Fakt bleibt, dass Rapid in den letzten drei Runden keinen Sieg feierte, nur zwei Punkte holte. So wird es schwer, das Saisonziel, einen Platz unter den ersten drei, zu erreichen. Um den noch zu schaffen, muss in den letzten fünf Runden alles besser werden. Vom Verteidigen angefangen bis zur Effizienz. Mehr Ballbesitz und Spielkontrolle bringen keine Punkte. In Hartberg kassierte Rapid beide Tore nach Eckbällen., „Hartberg“-Spezialist Ercan Kara, anfangs oft mit hohen Bällen gesucht, traf diesmal nicht. Hartberg erzielte erstmals seit Dezember zwei Tore in einem Spiel, wartet aber weiter auf einen Sieg.
Rapid konnte zweimal einen Rückstand aufholen – mehr nicht. Durch einen perfekten Lupfer von Hartbergs Innenverteidiger Luka Spendlhofer geriet Rapid in der Nachspielzeit der ersten Hälfte in Rückstand. Der war kurz nach Beginn der zweiten Hälfte durch einen Distanzschuss von Verteidiger Bendegüz Bolla, den Konstantin Schopp abfälschte, wettgemacht. Aber fünf Minuten später führte wieder Hartberg. Rapid-Tormann Niklas Hedl hatte gegen den von der Schulter von Serge Raux Yao abgefälschten Schuss der Austria-Leihgabe Luca Pazourek keine Chance. Danach traf Thorup eine gute Entscheidung: Für Innenverteidiger Jakob Schöller kam Offensivspieler Petter Dahl. Ins Vierermittelfeld auf die linke Außenbahn, auf der zuvor Defensivspieler Koaudio Ahoussou, der ins Abwehrzentrum wechselte, agierte. Dahl traf 15 Minuten nach der Einwechslung zum 2:2., rettete mit seinem ersten Tor seit August einen Punkt. Kapitän Matthias Seidl (Bild) bereitete beide Tore vor, sein Schuss im Finish hätte den späten Segestreffer bringen können. Doch den könnte Youbou Diarra blocken.
Hartbergs Trainer Manfred Schmid fühlte sich durch Referee Julian Weinberger benachteiligt. Sagte ihm dies nach Dahls Ausgleich offenbar zu deutlich oder mit unpassenden Worten. Weinberger, Revierinspektor am Kommissariat Hietzing, schickte Schmid mit der roten Karte auf die Tribüne, der damit Mittwoch beim „Retourspiel“ in Hütteldorf nicht in der Coaching Zone stehen wird. Bei der Attacke von Andreas Weimann mit offener Sohle gegen Benjamin Markus beließ es Weinberger bei Gelb. Über Rot hätte sich Weimann nicht beschweren dürfen.
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