Fußball

Sturm im großen Glück: Kühbauer zu Recht schockiert

Kein Sieger beim Spitzenduell im ausverkauften Linzer Stadion: Dank eines Elfmetergeschenks des Tiroler Schiedsrichters Walter Altmann mit viel Glück und dem herausragenden Tormann Danili Khudiakov verteidigte Sturm durch das 1:1 (1:0) beim besseren und überlegenen LASK Platz eins, hat zwei Punkte Vorsprung auf die Linzer, drei auf Red Bull Salzburg und vier auf Rapid. Mit Entscheidungen der Referees hatte Sturm nicht zum ersten Mal Glück. Man erinnere sich nur an das in der vorangegangenen Runde beim 0:0 gegen Hartberg vom Wiener Isa Simsek annulierte Kopfballtor von Konstantin Schopp wegen eines angeblichen Fouls. Das sah sogar Sturms Trainer Fabio Ingolitsch als diskussionswürdig an. Den Elfmeter in Linz hingegen fand er berechtigt, weil LASK-Mittelfeldspieler Ismail Coulibaly Sturm-Legionär Ryan Fosso im Weg stand, als der Richtung Tor laufen wollte. In Wahrheit ein „Einfädler“ von Fosso. Auch VAR Stefan Ebner dürfte dies so gesehen haben,  weil er Altmann zum „On-Field-Review“ schickte. Aber Altmann blieb bei seiner Entscheidung, die er nachher nicht kommentieren wollte. LASK-Trainer Didi Kühbauer fand den Elfmeter zurecht „schockierend , gab aber auch zu, dass dennoch ein Sieg hätte gelingen müssen.

Otar Kiteishvili brachte nach zehn Minuten Sturm mit dem Elfmeter in Führung, es folgte ein Sturmlauf des LASK mit Chancen, mit denen Samuel Adeniran und Moses Usor das Match schon bis zur Pause das Spiel hätten entscheiden können. Zudem traf der dänische Verteidiger Kasper Jörgensen mit einem Seitfallzieher nur die Latte, in der zweiten Hälfte nur die Stange.  Der Ausgleich fiel erst in der 68. Minute, als Sasa Kalajdzic nach einer Flanke von Joker Georges Bello das Luftduell gegen Paul Koller gewann. Den Kopfball konnte Khudiakov nur berühren. Zum Siegestreffer fehlte danach nicht viel. Etwa bei einem Gestocher knapp vor der Linie, als Innenverteidiger Tomich den Ball nicht ins Tor brachte, an Khudiakov scheiterte. Am Ende gab es 28 Abschlüsse des LASK, nur vier von Sturm. Von den 28 gingen allerdings nur fünf auf das Sturm-Tor: „Da muss mehr kommen“, gab Kalajdzic zu. Die Rückkehr von Maurice Malone in die Startelf von Sturm machte den Meister nicht gefährlicher.

Kühbauer sprach von einer tollen Leistung. Kann der LASK die am Mittwoch vor ausverkauftem Haus in Graz wiederholen, könnte der Sieg „nachgeholt“ werden: „Es wird ein ganz anderes Spiel“, prophezeite Kalajdzic, „Sturm wird erwartungsgemäß mehr tun, mehr riskieren“. Möglicherweise ohne Innenverteidiger Jeyland Mitchell, der nach der Pause mit einer Muskelverletzung ausschied.

Foto: Gepa/Admiral.

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