Fußball

Ljubicic ist die grün-weiße Ausnahme

Als Rapid noch kein Allianz-Stadion im Rücken hatte, mit einem  weit geringeren Budget auskommen musste als jetzt, da vertraute Grün-Weiß noch den jungen, im eigenen Nachwuchs ausgebildeten Spielern. Angefangen von Louis Schaub, Max Hofmann, Mario Pavelic, Dominik Wydra, Dominik Starkl etc. Weil praktisch dies der einzig mögliche Weg war. Rapid fuhr eigentlich gut damit. Mit der Eröffnung des neuen Stadions änderte sich aber das. Geld genug war ja da, um sich Millionentransfers leisten zu können. Da waren auch Flops dabei, die derzeit bei der Weltmeisterschaft auf der Ersatzbank sitzen. Wie der Isländer Arnor Traustason, den Rapid letzten Herbst mit einigem Verlust an Malmö abgab, um ihn nur von der Gehaltsliste zu bekommen. Aber seither fand Rapid nicht mehr richtig in die Spur. Nur Zufall?

Der letzte, der es auch im neuen Stadion schaffte, war Max Wöber. Und zwar so gut, dass ihn gleich Ajax Amsterdam holte, was Rapid 7,5 Millionen Euro beachte. Es scheint so, das sich für die dritte Saison im neuen Stadion nichts ändern, den eigenen jungen Spielern wenig zugetraut  wird. Wenn man den derzeitigen Kader betrachtet, zeichnet sich ab, dass er nur ein grün-weißer Eigenbauspieler den Sprung unter die ersten elf schaffen wird. Nämlich Dejan Ljubicic, der letzten Herbst als Kooperationsspieler beim SC Wr.Neustadt auf sich aufmerksam machte, ehe er nach dem Wöber-Verkauf zurückkehrte. Die anderen zehn? Egal, ob Richard Strebinger, Marvin Potzmann, Christopher Dibon, Galvao, Boli Bolingoli, Stefan Schwab, Thomas Murg, der von dem zum 1.FC Köln abgewanderten Schaub die Rückennummer 10 bekam, Christoph Knasmüllner, Philipp Schobesberger oder Andrija Pavlovic, alle dazugekauft, nicht selbst ausgebildet. Sollte Dibon bis zum Saisonstart Ende Juli nicht matchfit werden, dann würde mit Max Hofmann ein zweiter grün.weißer Eigenbauspieler in der Startformation stehen.

Die anderen im Kader? Tobias Knoflach ist deklariert zweiter Tormann hinter Strebinger, Manuel Thurnwald wird´s schwer haben, zum Zug zu kommen, der zu dieser Saison von Rapid II in den Kader hochgezogene Mert Müldür ist vorerst die Nummer fünf in der Rangliste der Innenverteidiger, Tamas Szanto bremste das Verletzungspech. Bleibt der schnelle Kelvin Arase, der vor zwei Jahren mit 17 in der Bundesliga debütierte, aber seither zu wenige Chancen bekam. Das wird sich nicht ändern. Daher müsste man dem inzwischen 19jährigen fast raten, sich trotz Vertrag zu verabschieden, sich verleihen zu lassen.  Denn vor ihm wird noch der von Sportchef Fredy Bickel und Trainer Goran Djuricin geholte Norweger Veton Berisha kommen, obwohl der bisher nicht überzeugte, Und wenn Bickel und Djuricin sich für den bei Krasnodar erfolglosen Rumänen Andrij Ivan stark machen, dann heißt dies auch: Sie trauen Arase wenig zu. Sollten beide damit richtig liegen, dann müsste man im Gegenzug schön langsam aber sicher die Frage stellen, ob in der grün-weißen Nachwuchsarbeit nicht etwas gravierend falsch läuft.

Die Situation bei Austria? Vom derzeitigen Kader gingen  Michael Madl, Alexander Borkovic, Thomas Salamon, Tarkan Serbest, Alexander Grünwald, Dominik Prokop und Dominik Fitz durch die violette Akademie, deren langjähriger Leiter Ralph Muhr ja in der Hierarchie zum technischen Direktor aufstieg. Mit Michael Blauensteiner wechselte  Mittwoch einer aus der Austria-Akademie leihweise zu Hartberg. Die Auswahl ist also etwas größer als beim Erzrivalen. Und daher könnten auch mehr bei Trainer Thomas Letsch erste Wahl sein: Vor allem Madl, Grünwald und Prokop. Auch Serbest, sofern er bei Austria bleibt.

Foto: © SK Rapid Wien Media .

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