Fußball

Luxemburg am „Holtz-Weg“ zur größten Sensation seit 2008!

Als Österreich vor vier Monaten am 11. November Luxemburg auswärts im Stade Josy Bartel durch Tore von Gernot Trauner, Adrian Grbic und Philipp Wiesinger nur 3:0 (0:0) besiegte, gab es kritische Stimmen und Nasenrümpfen. Unter anderem, weil das erste Tor erst nach 61 Minuten gefallen war. Jetzt redet Fußball-Europa über Luxemburgs Team. Acht Verlierer vom November waren Samstag im Aviva-Stadion von Dublin dabei, als erstmals seit 2008 ein Auswärtssieg in einer Qualifikation gelang. Der gebürtige Portugiese Gerson Rodrigues, Stürmer von Dynamo Kiew (im Bild oben ganz links), erzielte nach 85 Minuten das goldene Tor. Von dem sie in Luxemburg noch lange reden werden. Kein Wunder. In 124 Spielen in der  Qualifikation für Welt-und Europameisterschaften war das erst der dritte Sieg. Es gab noch zehn Unentschieden, aber 111 Niederlagen. In den letzten vier Auswärtspartien in der Qualifikation gelang kein Treffer. Das Ende der Torsperre brachte einen historischen Triumph, der Irland Teamchef Stephen Kenny in Schwierigkeiten bringt: Noch kein Sieg in den zehn Spielen seit er im Amt ist.

Für Luxemburg war es der größte Erfolg auf seinem „Holtz-Weg“. Am 3. August 2010 trat der inzwischen 51 jährige Luc Holtz sein Amt an. Da gab es zwei Niederlagen gegen Österreich. Eineinhakb Jahre  vor dem 0:3 ebenfalls daheim ein 0:4 (0:2). Von dieser Mannschaft in Dublin noch sechs. Zehn Jahre und acht Monaten dauerte es, bis Holtz mit seiner Mannschaft den ersten Auswärtssieg in der Qualifikation, seit dem 2:1 gegen die Schweiz vor 13 Jahren gelang. Das wird gefeiert werden. Luxemburg begann in Dublin mit elf Legionären aus Belgien, der Schweiz (Mittelfeldspieler Martins von Meister Young Boys Bern), der Ukraine, den USA (Innenverteidiger Maxime Chanot von New York City), Portugal und Deutschland (Leandro Barreiro von Mainz, ein Mitspieler von Karim Onisiwo). Drei Tage vor dem Triumph verloren die Luxemburger im ungarischen Debrecen gegen WM-Veranstalter Katar 0:1. Dieses Match hätte in der Wiener Generali-Arena stattfinden sollen, was wegen der Quarantänebestimmungen nicht möglich war. Mit dem ersten Match in der Gruppe mit Portugal, Serbien, Irland und Aserbaidschan gleich der erste Sieg – das hatte keiner erwartet.

Dienstag wartet die nächste große Herausforderung: Europameister Portugal gastiert im Stade Josy Bartel. Samstag schafften die Portugiesen in Belgrad trotz 2:0-Führung gegen Serbien am Ende nur ein 2:2. Ein korrektes Tor des bis dahin diskreten Kapitäns Cristiano Ronaldo in der Nachspielzeit wurde vom holländischen Danny Makelie nicht anerkannt, weil sein Assistent an der Linie den Ball noch nicht mit vollem Umfang über der Linie sah. Ein großer Irrtum. Ronaldo war darüber wo wütend, dass er am Weg in die Kabine die Kapitänsschleife auf den Rasen schleuderte.

 

 

 

Foto: sportspress luxemburg.

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