Beide spielten in der Vergangenheit bei Red Bull Salzburg, aber nicht gemeinsam. Die Rede ist von Erling Haaland und Marcel Sabitzer. Als Haaland im Jänner 2019 aus Norwegen von Molde für acht Millionen nach Salzburg wechselte, war Sabitzer schon dreieinhalb Jahre fort, bei RB Leipzig. Im Jänner 2020 zog Haaland seine Ausstiegsklausel, übersiedelte zu Borussia Dortmund. Salzburg kassierte 20 Millionen. Als Sabitzer 2023 von Bayern München zu Borussia Dortmund wechselte, war Haaland dort schon Vergangenheit. Wieder nutzte er die Klausel, diesmal um 60 Millionen, nahm ein Superangebot aus England an, entschied sich für Manchester City und Trainerstar Pep Guardiola. Mittwochabend sind Haaland und Sabitzer im Etihad Stadium Gegner, so wie letztes Jahr in der Nations League bei Österreich-Norwegen. Da erzielte Sabitzer in Oslo Österreichs Ausgleich, Haaland aber das Siegestor zum 2:1. In der Champions League war Sabitzer 2024 mit Dortmund im Finale, gewann Haaland ein Jahr davor mit City den Henkelpott. Diese Saison sind beide noch ungeschlagen, holten sieben Punkte. Manchester City gewann bei Monaco nicht, als Adi Hütter dort noch Trainer war, schlug davor Napoli und danach Villarreal. Dortmund holte gegen Juventus in Turin einen Punkt, bezwang aber Bilbao und den FC Kopenhagen. Mittwoch wartet auf Sabitzer und Dortmund die schwerste Aufgabe.
Beim besten Haaland, denn es je gab. Noch besser als vor drei Jahren, als er im Gruppenspiel das Siegestor der Citizens zum 2:1 gegen die Borussia erzielte, indem er akrobatisch mit gestrecktem Fuß in Kopfhöhe eine Flanke verwertete (Bild). Für Salzburg erzielte Haaland in 27 Spielen 29 Tore, für Dortmund 86 in 89, für Manchester City 141 in 159. In dieser Saison 13 der 20 Tore von City in den bisherigen zehn Runden Premier League, kein anderer Spieler traf öfters als einmal. Zu Halloween sorgte Haaland für Aufsehen, als er mit der Joker-Maske aus „Batman“- mehrere Tankstellen und Supermärkte anfuhr, um Windeln für sein Kind zu kaufen. Die attraktivste und spannendste Partie am Mittwoch ist live nur bei Canal+ zu sehen.
In Baku leitet der Salzburger Sebastian Gishamer als erster österreichischer Schiedsrichter seit 14 Jahren ein Spiel deer Champions League. Zuletzt war es der Vorarlberger Robert Schörgenhofer am 1. Oktober 2011 beim 4:0-Auswärtssieg des FC Barcelona gegen Viktoria Pilsen. Gishamer ist bei Qarabag Agdam gegen Klubweltmeister Chelsea im Einsatz, eigentlich einer Pflichtübung für die „Blues“ aus London. Anfang Oktober pfiff der Salzburger in der Europa League beim 2:1-Auswärtssieg von Salzburgs nächstem Gegner Go Ahead Deventer in Athen gegen Panathinaikos. Letzte Saison hatte der 37 jährige vier Einsätze in der Europa League. Als vierter Referee ist der Tiroler Walter Altmann in der Hauptstadt von Aserbaidschan, als VAR Manuel Schüttengruber und Josef Spurny. Schüttengruber sorgte als VAR in der Bundesliga für einige Aufreger. Droht Gishamer sozusagen „Gefahr“ aus dem eigenen Haus?
Foto: UEFA.