Fußball

Mentalität und Qualität: Das ist Salzburg

Letzten Mittwoch lag Meister Red Bull Salzburg gegen die Austria 0:1 zurück und gewann 3:1. Drei Tage später passiert dies sozusagen in doppelter Ausführung bei WSG Swarovski Tirol auf dem schwer bespielbaren Rasen des Innsbrucker Tivoli-Stadions. Nicht nur 0:1 zurück, sondern auch 1:2. Und das in der 79. Minute. Aber mit der nächsten Aktion folgte der Ausgleich, am Ende hieß es 4:2 (1:1) für den Tabellenführer, der den Vorsprung auf Rapid (nur 0:0 in Altach) damit von einem auf drei Punkte ausbaute. Fünf Siege hintereinander in der Bundesliga gelangen den Salzburgern zuletzt 2018, erstmals unter Jesse Marsch. Die richtige Einstimmung auf das Heimspiel in der Europa League gegen Villarreal am Donnerstag, für das auch wieder das gilt, was Marsch fast gebetsmühlenartig predigt: „Nicht jammern, immer an die nächste Aktion und den Sieg denken! Das wichtigst ist die Mentalität“

Die Tiroler verlangten Salzburg viel ab, obwohl Routinier Zlatko Dedic schon nach 28 Minuten verletzt ausschied.  Führten nach einem sehenswerten Dropkick von Fabian Koch aus 18 Metern. Viel fehlte nicht zum 2:0, als Nikolai Frederiksen fast von der Mittellinie versuchte, den weit vor dem Tor stehenden Cican Stankovic zu bezwingen.  Erst danach fiel nach einem hohen Pass von Albert Vallci, den Karim Adeyemi per Kopf verlängerte, unter Mithilfe der Tiroler Abwehr durch Patson Daka das 1:1.  Nach einer Stunde bracht Marsch die „Dopingsünder“ Sekou Koita und Mo Camara für Adeyemi und Luka Susic, zehn Minuten später Brenden Aaronson für Enock Mwepu. Ein unnötiges Elferfoul von Andre Ramalho an Frederiksen brachte Tirol wieder in Führung, da der Däne mit Glück den Elfer verwertete. Stankovic war dran,  aber von seiner linken Hand sprang der Ball an seinen Kopf und von dort über die Linie. Das 2:2 kam schnell. Auch das gehört zu Qualität. Eckball von Zlatko Junuzovic, Vallci per Kopf an die Stange, Mergim Berisha ließ sich nicht zurückhalten. Tirols Trainer Thomas Silberberger wollt den Punkt retten, brachte nach 85 Minuten statt des auffälligen Frederiksen den brasilianischen Abwehrspieler Bruno Soares. Der Plan ging nicht auf: Soares köpfelte eine Flanke von Kapitän Andreas Ulmer genau auf Daka, der die zum Führungstor nützte, dann dankbar auf den Rasen kniet, zum Himmel blickte (Bild oben). Den Schlusspunkt setzte Koita nach einem Patzer von Raphael Behounek, führt damit weiter in der Schützenlist vor Daka. Es steht 14:13.

„Die beste Vorbereitung auf Villarreal waren sechs gute Spiele, die wir geliefert haben. Wir verteidigen jetzt viel besser als im Herbst, sind vorn immer gefährlich“, behauptete Marsch. Die Stunde der Wahrheit für diese Behauptung schlägt aber erst Donnerstag gegen den Fünften aus Spaniens La Liga.

Foto: Red Bull Salzburg.

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