Fußball

Nicht einmal mit seinem Torschützen war Glasner zufrieden

Konrad Laimer, Xaver Schlager und Patrick Wimmer blieben die einzigen österreichischen Sieger zum Abschluss der Hinrunde der deutschen Bundesliga. Mittwoch gab es in fünf Partien keinen einzigen, da Christopher Trimmel bei Union Berlin und Julian Baumgartlinger bei Augsburg nicht zum Einsatz kamen. Hingegen vier Verlierer; Marco Friedl mit Werder Bremen, Stefan Lainer mit Mönchengladbach, Karim Onisiwo mit Mainz, und Kevin Stöger mit Bochum). Und drei, die über ein Unentschieden nicht froh waren. Denn für Philipp Lienhart und Michael Gregoritsch war im Spitzenspiel mit Freiburg gegen Eintracht Frankfurt mehr möglich als das 1:1 (0:1). Oliver Glasner konnte mit dem Unentschieden zwar leben, aber die Leistungen der letzten zwei Partien gaben, trotz der dabei eroberten vier Punkte, dem Trainer der Frankfurter zu denken. Gregoritsch (Bild oben) hatte den Matchball für Freiburg am linken Fuß, doch sein Volley ging knapp daneben. Es zeigte sich vier Tage nach dem 0:6 in Wolfsburg wie erwartet, dass Freiburg defensiv viel kompakter ist, wenn Lienhart beginnt. Frankfurt kam in der ersten Hälfte nur zu einem Torschuss, aber mit dem brachte der Franzose Randal Kolo Muani drei Minuten vor der Pause Eintracht in Führung.

Der Ausgleich fiel schon nach zwei Minuten der zweiten Hälfte. Von Frankfurt kam nach vorne nur wenig. Sorgen für Glasner vor dem Spitzenspiel am Samstag bei Tabellenführer Bayern München, obwohl es Frankfurts beste Hinrunde seit Einführung der Dreipunkteregel 1995/96 war. Nicht einmal mit der Torschützen Kolo Muani war er zufrieden: „Ein wichtiger und schöner Treffer, aber ansonst war er nicht gut!“ Der Rückfall von Platz zwei auf vier hinter Union Berlin und RB Leipzig störte ihn weniger. Torhüter Kevin Trapp, der große Rückhalt, musste wegen einer Erkältung passen, der 21 jährige Ersatzmann Diant Ramaj bestritt erst sein zweites Bundesligaspiel. In München wird Frankfurt einen gesunden Trapp in Topform dringend brauchen. Neuer Zweiter ist Union Berlin. Nur drei Punkte Rückstand auf Bayern, 33 Punkte nach der Hinrunde nach dem 2:1 in Bremen. Bei dem Kapitän Trimmel ein Opfer der Rotation von Trainer Urs Fischer in der englischen Woche vor dem Berliner Derby am Samstag wurde. Vielleicht auch seinen 35 Jahren geschuldet. Für  Trimmel spiele erstmals der kroatische Teamverteidiger Josip Juranovic. Das Siegestor fiel nach einem Eckball von ihm. Letzten Samstag bereitete Trimmel zwei Tore beim 3:1 gegen Hoffenheim mit Eckbällen vor.

Onisiwo wurde bei der Mainzer 1:2 (1:1)-Heimniederlage gegen Borussia Dortmund nach 80 Minuten ausgetauscht. In der 93. Minute fiel das Dortmunder Siegestor. Durch den US-Joker Giovanni Reyna nach dem ersten Assist von Sebastien Haller im Dortmunder Dress. Reyna hatte schon Sonntag als Joker Dortmunds Siegestor zum 4:3 gegen Augsburg erzielt. Augsburg, die heimschwächste Mannschaft der Liga, sorgte dafür, dass Mönchengladabach in der ganzen Hinrunde kein Auswärtssieg gelang. Der Ex-Salzburger Mergim Berisha traf nach Flanke von Ex-Sturm-Legionär Kelvin Yeboah zum späten 1:0. Lainer, wiederum in der Startelf, hätte vor der Pause beinahe Gladbach in Führung gebracht. Stöger verkaufte sich mit Abstiegskandidat Bochum in Leverkusen ordentlich, das 0:2 entsprach aber den Erwartungen. Für Leverkusen war es der fünfte Sieg hintereinander.

 

 

Foto: SC Freiburg.

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