Fußball

Nur 25 Prozent: Lazaro bald im Steuerparadies

Bis Samstag trainiert Valentino Lazaro (Bild oben) im Inter-Camp in Lugano unter seinem neuen Trainer Antonio Conte unter Ausschluss der Öffentlichkeit, Sonntag gibt es dann das erste Testspiel im Tessin gegen den Ex-Klub von Marc Janko, den Dritten der Schweizer Super League. Montag fliegt Inter zur International Champions Trophy nach Singapur. Gegner sind am 20.Juli Manchester United und vier Tage später in Nanjing Juventus Turin. Das erste Kräftemessen mitd er Mannschaft, die Inter als Meister enttrohnen will. Für Lazaro dürfte der von seinem Berater Max Hagmayr eingefädelte Wechsel nach Italien nicht nur aus sportlicher Hinsicht wegen der Champions League der große Coup sein, sondern auch aus einem anderen: Wie es aussieht, wechselte er in ein neues Steuerparadies. Die Stars der Serie A zahlen ab 2020 nur noch 25 Prozent Steuern. Das bedeutet eine Reduktion der Einkommensteuer um bis zu 18 Prozent. Italiens Senat hat dem ebreits zugestimmt.

Wenn ab 2020 ein Spitzenklub aus Italien und Deutschland einem Spieler etwa fünf Millionen Euro Gehalt anbieten, bedeutet das in Italien 3,75 Millionen netto, in Deutschland nur 2,75. EU-weit liegt der Spitzensteuersatz bei rund 50 Prozent, in Italien sind es 43%, ab Jänner 2020 nur 20 %. Ähnliche Steuererleichterungen scheinen in den anderen Topligen Europas undenkbar. Deutschland plant, die EU-Wettbewerbskommission einzuschalten, um zu prüfen, ob Italiens Steuesenkung nicht sogar europarechtswidrig ist. Dies könnte aber nur der Fall sein, wenn nicht alle Spieler den Steuervorteil genießen, sondern nur diejenigen, die ab Jänner 2020 geholt werden.

Was bedeutet das für Lazaro? Hagmayr glaubt nichts entscheidend anderes als in den ersten sechs Monaten seiner Zeit bei Inter Mailand: „In Italien und Spanien ist es üblich, stets über Nettosummen zu verhandeln. Die Klubs rechnen sie dann in Bruttobeträge um, in den Verträgen stehen dann immer die Bruttosummen.“ Hagmayr kann sich aber nicht vorstellen, dass die Klubs nicht auf die Steuererleichterung reagieren werden: „Sonst müssten sie ja den Spielern dann netto mehr zahlen. Ich nehme an, dass die Verträge mit Jänner entsprechend adaptiert werden. Ebenso die Prämien“ Selbst, wenn das passiert: Um Lazaro braucht man sich keine Sorgen zu machen.

 

 

 

Foto: Inter Mailand Media.

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