Fußball

Nur Kara darf sich freuen! Ein Punkt in Hartberg reicht für Rapids Ansprüche nicht

Hartberger Eigentore in den Spielen gegen Rapid zählen inzwischen fast zur Tradition. Passierte auch Sonntag beim 2:2 (1:1). Diese Saison gehöre auch späte Treffer in der Nachspielzeit zu, mit denen Rapid Niederlagen verhindert. Am 28.September in Hütteldorf durch Stefan Schwab nach 96 Minuten, Sonntag durch Ercan Kara, den von Horn gekommenen Winterkauf, bei seinem Debüt in der Bundesliga. Per Kopf rettete er in der 93.Minute nach einem von Christopher Dibon verlängerten Eckball, bei dem auch Rapids Tormann Richard Strebinger im Hartberger Strafraum war, einen Punkt. Kara (Bild oben) durfte sich zurecht freuen. Aber darf sich das auch Rapid? In Wahrheit sind sowohl Resultat und als auch die Leistung  für die grün-weißen Ansprüche zu wenig. Hinterlassen zwiespältige Gefühle, ob Rapid in der Meisterrunde wirklich LASK und Red Bull Salzburg voll fordern kann.

Torjäger Taxiarchis Fountas konnte wegen einer Verkühlung letzte Woche nur einmal trainieren. Daher blieb er zu Beginn auf der Bank. Der ebenfalls erkrankte Linksverteidiger Max Ullmann schaffte es nicht einmal dorthin. Fountas-„Ersatz“ Koya Kitagawa traf in der Anfangsphase die Latte, danach ließ Schwab mit rechts nach Dibons Vorarbeit den Sitzer zur Führung aus. Mehr Chancen erarbeitete sich Rapid nicht. Da half Hartbergs Innenverteidiger Felix Luckeneder, der nach 40 Minuten den Ball nach einer Flanke von Schwab am Tormann Rene Swette vorbei zur bulligen Führung von Rapid „verlängerte“. Aber Rapid konnte das Geschenk nicht in die Pause retten. Weil Strebinger einen Kopfball von Tobias Kainz fangen wollte statt ihn wegzufausten, in Luckeneder hineinlief, den Ball fallen ließ. So fiel mit dem ersten Schuss auf das Rapid-Tor der ebenfalls billige Ausgleich.

In der zweiten Hälfte kam von Rapid zu wenig. Erinnerte an das 2:0 gegen WSG  Swarovski Tirol eine Runde davor. Das Spiel plätscherte so vor sich hin. Keine Idee, kein Druck, einfach zu wenig. Kein Wunder, dass  Kühbauer mit Kitawaga, Thomas Murg und Christoph Knasmüllner drei Offensivspieler austauschte. Kelvin Arase spielt als einziger durch, er war auch der aktivste, der Chancen vorbereitete. Der nach 63 Minuten für den Japaner gekommene Fountas  verlängerte eine Viertelstunde vor Schluss einen Eckball von Rajko Rep unglücklich für Luckeneder. Damit traf er auch ins Tor für Rapid. Knasmüllners Nachfolger Kara avancierte dann zum Retter Rapids, „bedauerte“ aber, dass ihm sein erster Treffer für Grün-Weiß nicht in Hütteldorf gelungen war. Weil dort mehr Rapid-Fans gewesen wären, es noch mehr Emotionen gegeben hätte.

Rapid kann sich unrecht darüber beschweren, dass der Ball vor dem Corner Reps zur 2:1-Führung außerhalb des Kreises lag. Dort, wo er nicht liegen durfte. Schiedsrichter Andreas Heiß übersah das, achtete nicht darauf. Aber obwohl der Treffer nicht zählen hätte dürfen: Irgendetwas muss bei Rapid in den letzten zwei Partien des Grunddurchgangs noch passieren. Dass es nicht nur gute Phasen gibt. Wie zu Beginn, wie nach dem Rückstand bis zum Ausgleich. Kühbauer sah die Leistung nicht schlecht: „Wir erzielen halt leider die einfachen Tore nicht. Es war ein typisches Spiel gegen Hartberg mit Entscheidungen, die keiner versteht!“ Zu Kara fiel ihm nur ein: „Dafür haben wir ihn geholt!“

Hartbergs Trainer Markus Schopp wollte  von zwei verlorenen Punkten nichts hören: „Wir sind weiter in einer angenehmen Situation“, behauptete er. Dem ist nichts hinzuzufügen. Auch wenn es theoretisch noch passieren kann, ist nicht zu erwarten, dass Hartberg noch aus den ersten sechs fällt. Den nötigen Punkt, um Sechster zu bleiben, kann man Hartberg daheim am 8.März gegen WSG Tirol schon zutrauen. Sonntag war erstmals Ex-Sturm-Präsident Hannes Kartnig zu einem Hartberger Heimspiel gekommen. Auch um seinen ehemaligen Spieler Schopp zu gratulieren.

Foto: Sertan Günes.

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