Schon vor dem Semifinale war Paris St. Germain mit 119,49 Millionen Euro der Topverdiener in der Champions League. Wenn nicht alles täuscht, dann kommen nochmals 18,5 Millionen für den Finaleinzug dazu. Denn Frankreichs Meister gewann in London das erste Duell gegen Arsenal 1:0 (0:0), hat vor dem Rückspiel im Parc de Prince am kommenden Mittwoch alle Trümpfe in der Hand, zum zweiten Mal nach 2020 das Finale zu erreichen, in dem es in Lissabon eine 0:1-Niederlage gegen Bayern gab. Das einzige Tor fiel bereits nach vier Minuten: Ousmane Dembele, der den Angriff selbst einleitete, traf mit links nach einem Pass des Georgiers Kvaratskhelia (Bild). Sein achtes Tor in dieser Champions League, mit dem Luis Enrique das spanische Trainerduell gegen Mikel Arteta gewann. In der besten Phase von Arsenal verhinderte der 1,96 Meter große Torhüter-Riese Gianluigi Donnarumma zweimal den Ausgleich. Zum fünften Mal in dieser Champions League war Italiens Europameister unbezwingbar. Als dies dem Spanier Mikel Merino kurz nach Beginn der zweiten Hälfte per Kopf gelang, griff der VAR ein: Der Treffer zählte wegen Abseits nicht. Paris war im Finish dem zweiten Tor näher, Goncalo Ramos traf noch Latte. Auffällig bei den Siegern: Das starke Spiel gegen den Ball. Jeder lief für jeden, das war bei Paris früher oft nicht der Fall.
So wie Paris St. Germain darf sich auch der FC Barcelona vor dem ersten Semifinalduell gegen Inter Mailand noch berechtigte Hoffnungen auf das Triple aus Champions League, Meistertitel und Pokalsieg machen: Für Trainer Hansi Flick wäre es das zweite nach dem mit Bayern München vor fünf Jahren, als er gleich fünf Finale gewann: In der Champions League gegen Paris St. Germain in Lissabon, im UEFA-Supercup, bei der Klub-WM, im deutschen Pokal und Supercup. Mit Barcelona gewann er erst zwei Endspiele gegen Real Madrid: 5:2 um die Supercopa, letzten Samstag in der Copa del Rey 3:2 gegen Real Madrid nach Verlängerung.: „Das gibt uns noch einmal einen Push“, prophezeite Final-König Flick, warnte aber vor Inters Mentalität und Abwehrqualitäten. Inter Mailand hat hingen eine schwarze Woche hinter sich: 0:1 in der Serie A bei Bologna, 0:3 im Semifinale der Coppa Italia gegen den Stadtrivalen Milan und damit ausgeschieden, Sonntag 0:1 daheim gegen Roma, was die Tabellenführung kostete: „Eine schlechte Woche kann nicht vier gute Jahre ausradieren“, behauptete Trainer Simone Inzaghi, „ich werde nie etwas Schlechtes über meine Spieler sagen!“ Österreichs Teamstürmer Marko Arnautovic, gegen Roma erstmals in dieser Saison über die volle Distanz im Einsatz, gehört vorerst nicht zu Inzaghis Matchplan.