Fußball

Plan für Zwölferliga: So wie in Belgien!

Anfang Dezember wird die UEFA die neuen Setzlisten für den Europacup bekannt geben. An denen wird wegen der abgesegneten  Reform der Champions League ab 2018 intern noch gearbeitet. Egal, ob der Kampf der europäischen Ligen gegen die nach den Interessen Topklubs ausgerichteten neue Champions League bis zum 15. März  2017 noch erfolgreich sein wird oder nicht, mit 16. März  der „Ausnahmezustand“ beginnt, wie es Georg Pangl, der österreichische EPFL-Generalsekretär formulierte, weil dann zu Euopacupterminen auch Meisterschafts- oder Cuprunden angesetzt werden würden: Es könnte passieren, dass in der Saison 2018/19 Österreich weiterhin nur   Startplätze im Europacup hat. Einen für die Qualifikation zur Champions League, drei  für die Europa League, von denen einen der Cupsieger erhält. Und das würde  die Reformpläne für die heimische Bundesliga, in der ja ab 2018 zwölf Klubs spielen werden,  problematisch machen. Weil sie sich an der kompliziertesten Liga in Europa orientieren. Als die gilt wegen ihrer Play-off-Regeln die belgische  Jupiler Pro League. Die belgischen Fans störte das bisher nicht: weil es mehr Spannung bringt.

Den belgischen Modus entwickelte mit die auf Play-off-Modelle spezialisierte holländische Firma Hypercube mit ihrem Vorstand Pieter  Nieuwenhuis. Das Unternehmen aus Utrecht ist derzeit auch im Auftrag der Bundesliga aktiv. Aus dem belgischen Modell soll nur ein Punkt für Österreich übernommen werden, aber der wird für heiße Diskussionen sorgen: Nach dem Grunddurchgang mit 22 Runden wird das Play-off kommen. Ob bei null, mit einem Punktebonus  je nach Platzierung oder mit halbierten Punkten der 22 Runden wird noch beraten. Das obere mit sechs Klubs um den Titel, das untere gegen den Abstieg. Um das aufzuwerten, es attraktiver zu machen, soll der Sieger des unteren Play-offs  die Chance bekommen, sich für den Europacup zu qualifizieren. In zwei Spielen gegen den Dritten   aus dem oberen Play-off.

Brisant wird das, wenn man bedenkt, dass der Dritte durchaus Salzburg, Austria, Rapid oder  Sturm Graz heißen kann. Für den dann die  ganze Saison praktisch an zwei Partien hängt. Ob man sich darauf einigen wird? Man dürfte auch den Blick auf die UEFA-Fünfjahreswertung  für den Europacup nicht verlieren: Da könnten Salzburg, Rapid, Austria und Sturm sicher mehr Punkte für Österreich holen als der Überraschungssieger aus zwei Spielen um ein Europacupticket, der es  in 22 Runden des Grunddurchgangs nicht schaffte, unter die ersten sechs zu kommen. Wird interessant, ob die belgische Variante  auch in Österreich beschlossen wird. Ligapräsident Hans Rinner hat eine Affinität zu Sturm, Vizepräsident Markus Kraetschmer  ist Austrias Wirtschaftsvorstand, im Aufsichtsrat sitzen Vertreter von Salzburg (Volker Viechtbauer) und Rapid (Michael Krammer).  Aus Vereinsinteressen müssten sie diesem Reformvorschlag eigentlich die kalte Schulter zeigen. Weil ein regulär erkämpfter dritter Platz nach insgesamt 32 Spielen gar nichts mehr wert sein kann, wenn es in zwei Partien  dumm läuft.

 

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