Paukenschlag in der deutschen Bundesliga: Union Berlin, der Klub der Ex-Rapidler Christopher Trimmel und Leopold Querfeld, trennte sich nach nur zwei Siegen in den letzten 14 Runden wenige Stunden nach dem 1:3 beim Letzten Heidenheim von Trainer Steffen Baumgart. Das wurde Samstag knapp vor Mitternacht bekannt. Die Nachfolge trat eine Frau an: die 34-jährige Marie-Louise Eta (Bild), bisher Trainerin der U 19-Mannschaft. Ihr Vorzeigespieler, der 16 jährige Linus Günter, feierte am Samstag als zweitjüngster Spieler der Bundesligageschichte sein Debüt. Eta ist in den letzten fünf Runden die erste Cheftrainerin der Bundesliga, in der neuen Saison soll sie die Damenmannschaft von Union übernehmen. Das erste Spiel unter Eta ist kommenden Samstag daheim in der „Alten Försterei“ gegen den Vorletzten Wolfsburg. Union Berlin liegt auf Platz elf, neun Punkte vor dem Abstiegsplatz.
Sonntag ging die Erfolgsserie von Stefan Posch, Philipp Mwene und Nicolas Veratschnig mit Mainz zu Ende. Nach fünf Siegen in Serie, neun Spielen ohne Niederlage gab es daheim ein unglückliches 0:1 (0:0) gegen den SC Freiburg. Unglücklich auch deshalb, weil Posch mit einem ähnlichen Knaller, mit dem er beim 2:0 in der Conference League gegen Straßburg einen Treffer erzielte, vor der Pause nur die Stange traf. An der Niederlage des Österreicher-Trios war ein Landsmann beteiligt: Philipp Lienhart zählte zu den sechs Stammspielern bei Freiburg, die zwischen den Europa-League-Partien gegen Celta de Vigo vorerst geschont wurden. Zur zweiten Hälfte wurde der Innenverteidiger eingewechselt, das wirkte sich rasch aus: In der zweiten Minute verlängerte er einen Eckball per Kopf, daraus resultierte der Siegestreffer. Das war der erste Abschluss von Freiburg in diesem Spiel. Eine Niederlage gab es für das Österreicher-Trio bei Werder Bremen mit dem 1:3 (0:1) beim 1. FC Köln: Kapitän Marco Friedl sah beim Stand von 0:1 in der 24. Minute für ein Foul als letzter Mann nach VAR-Intervention die rote Karte. Marco Grüll wurde zur Pause ausgetauscht, Romano Schmid verwandelte einen Elfmeter zum Anschlusstor. Der dritte Treffer für Köln fiel in der 91. Minute. Bremen wurde von Köln überholt, liegt als 15. nur drei Punkte vor dem Relegationsplatz. Der VFB Stuttgart verdrängte mit dem 4:0-Heimsieg gegen den Hamburger SV RB Leipzig, damit Christoph Baumgartner, Xaver Schlager und Nicolas Seiwald, dank der besseren Tordifferenz von Platz drei.
In Englands Premier League fiel Tottenham bei der Premiere des italienischen Trainers Roberto de Zerbi mit dem 0:1 (0:0) bei Sunderland auf einen Abstiegsplatz zurück. Kevin Danso kam erst nach Sunderlands Tor ab der 70. Minute zum Einsatz. Für Oliver Glasner und Crystal Palace gab es mit Crystal Palace im Selhurst Park gegen Newcastle ein Happy End: Er rotierte vor dem Rückspiel in der Conference League gegen Fiorentina, schickte das Stürmerduo mit Torjäger Jean-Philippe Mateta und Ismaila Sarr erst in der 64. Minute auf den Rasen. Da führte Newcastle 1:0, Tore von Mateta in der 80. und 94. Minute brachten noch das 2:1 und drei Punkte, mit denen Crystal Palace Newcastle überholt und auf Rang 13 liegt. Glasner zur gelungenen Einwechslung: „Ein bisschen Erfahrung hab´ich schon!“
Seinen ersten Sieg als Trainerlegionär feierte Gernot Messner beim Schweizer Kellerduell. In seinem dritten Match als Nachfolger von Geerald Scheiblehner bei Grasshoppers Zürich konnte sich der Kärntner mit GAK-Vergangenheit über ein 2:0 (1:0) beim Letzten Winterthur freuen. Damit liegt Grasshoppers wieder acht Punkte vor Winterthur. Der zweite Treffer fiel in der elften Minute der Nachspielzeit.
Foto: FC Union Berlin.