Fußball

Querfeld und Sattlberger fielen Stuttgarts Scout mit Rapid-Vergangenheit auf

Rapid ließ laut offizieller Bundesliga-Statistik beim Debüt des neuen Trainers Robert Klauß zum zweiten Mal in dieser Saison keinen gegnerischen Schuss aufs Tor zu. So wie Tabellenführer Red Bull Salzburg. Das erste Mal muss das demnach unter Klauß-Vorgänger Zoran Barisic passiert sein. Also war auch das kein Trainereffekt. Einer, der dafür sorgte, dass Tormann Niklas Hedl keinen Schuss zu halten bekam, erhielt Lob aus Deutschland. Von Ex-Rapid-Sportchef Helmut Schulte (Bild), der auf Einladung von Ex-Präsident Michael Krammer beim 1:0 gegen Blau Weiß Linz im Allianz-Stadion war. Danach traute er Innenverteidiger Leopold Querfeld den Sprung in die deutsche Bundesliga zu. Ähnlich redete Schulte, der seit fünf Jahren im Scouting für den VfB Stuttgart tätig ist, auch über ein anderes grün-weißes Eigengewächs, über Nikolas Sattlberger. Zwei, die Barisic forcierte. An den Außenpositionen sah Schulte aber doch Luft nach oben. Da brauche es schnellere Spieler, um eine gut organisierte Defensive wie die des Aufsteigers über die Flügel knacken zu können.

Es gab auch ansonst interessante Worte rund um das Spiel eins nach Barisic zu hören. Etwa von Präsident Alexander Wrabetz. Behauptete er am Mittwoch bei der Bekanntgabe der Trennung, Barisic nach wie vor für einen exzellenten Trainer und selbstredend großen Rapidler zu halten, folgte vier Tage später via „Sky“ die Kritik am Ex-Trainer. Und die Behauptung, Klauß habe mit dem 1. FC Nürnberg große Erfolge gefeiert. Was erstens nicht stimmt und zweitens zeigt, dass sich Wrabetz mit dem Fußballgeschäft nicht vertraut ist. Denn hätte Klauß mit Nürnberg große Erfolge gefeiert, dann wäre er jetzt sicher weiter in Deutschland und nicht Rapid-Trainer. Interessant auch, dass Sportvorstand Markus Katzer nachher  bei „Talk und Tore“ Lukas Grgic in einem Atemzug mit Guido Burgstaller als Führungsspieler bezeichnete. Die Wahrheit ist, dass sich Barisic mit dem Erwerb von Grgic nicht anfreunden konnte. Trainer und Sportvorstand lagen in der Personalpolitik nur bei Matthias Seidl und Nenad Cvetkovic auf einer Linie. Katzer zog den 750.000 Euro teuren Kauf des Mittelfeldspielers, den der LASK, bei dem er kein Führungsspieler war, eineinhalb Jahre zuvor für 100.000 Euro zu Hajduk Split hatte ziehen lassen, praktisch alleine durch.  Katzers Behauptung „ich werde keine Entscheidung durchpressen. Mir ist wichtig, alle hinter einer Entscheidung stehen. Sonst hat sie keinen Nährboden, um erfolgreich zu sein“, gilt für die Sommertransferzeit sicher nicht.

Foto: FC St.Pauli.

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