Fußball

Rapid gewann nur drei der letzten 38 Duelle gegen Salzburg – alle daheim

1300 Karten waren Donnerstagabend noch für Rapids heißes Finale um den Platz unter den ersten sechs gegen Tabellenführer Red Bull Salzburg zu haben. In den Sektoren, die nach dem Urteil zum Derbyeklat geöffnet sein dürfen. Also werden Sonntag an die 15.000 Zuschauer in Hütteldorf sehen, ob es gelingt, in die Meistergruppe zu kommen. Zuletzt verpasste die Rapid vor sieben Jahren, als der Schweizer Freddy Bickel Sportchef und Didi Kühbauer der Trainer war. Der den Job erst mitten in der Herbstsaison übernahm, als Goran Djuricin gehen musste. Um Kühbauer zu bekommen, zahlte Rapid an seinen damaligen Klub, VSE St. Pölten, eine hohe sechsstellige Ablöse. So viel wie für den Trainer kassierte St. Pölten bisher noch bei keinem Spielerverkauf. Auch nicht beim letzten von Claude Mbuyi an Grün-Weiß. Auch diesmal könnte es passieren, dass Trainerwechsel nicht halfen. Zunächst der von Peter Stöger zu Stefan Kulovits, dann der zu Hoff Thorup.

Ein Jahr nach der verpassten Meisterrunde belegte Rapid nach dem Grunddurchgang Platz drei, war 2021 Zweiter, 2022 Fünfter, 2023 Vierter, 2024 Sechster, vergangene Saison Fünfter. Was nicht gerade für Rapid spricht: Nur drei der vergangenen 38 Duelle gegen Salzburg konnten gewonnen werden, alle jedoch in Heimspielen. Sogar in zwei der letzten drei. Sowohl im Mai (2:0) als auch im September 2024 (3:2). Die Torschützen vom 2:0 sind nicht mehr bei Rapid: Marco Grüll spielt bei Werder Bremen, Guido Burgstaller beendete seine Karriere. Vom aktuellen Kader spielten damals nur Tormann Niklas Hedl und Kapitän Matthias Seidl (Bild). Beim 3:2 trafen zweimal Isaac Jansson und einmal Jonas Auer. Jansoon ist bei OGC Nizza, dem 15. der französischen Ligue 1, kein Stammspieler, Auer gehörte bei Thorup zuletzt nicht zum Kader, was wohl auch am Sonntag der Fall sein wird. Beim 3:2 waren außer Hedl und Seidl auch Bendegüz Bolla, Nenad Cvetkovic, Serge Raux Yao und Lukas Grgic in Aktion. Rapid holte aus den ersten zehn Heimspielen dieser Saison nur 14 Punkte, um acht weniger als ein Jahr davor. Salzburg ist seit sieben Auswärtsspielen ungeschlagen.

Also muss Rapid darauf hoffen, dass bei Salzburg der Schock durch das unerwartete Ausscheiden im Cupsemifinale tief sitzt. Allerdings kündigte Tormann Alexander Schlager schon an, dass man Sonntag mit dem Messer zwischen den Zähnen spielen werde. Noch eine andere Hoffnung für Grün-Weiß: dass die Heimserie von Meister Sturm Graz unter dem neuen Trainer Fabio Ingolitsch auch am Sonntag gegen seinen Ex-Klub Altach weitergeht. Bisher gewann Sturm mit Ingolitsch daheim dreimal 1:0.

Foto: Yigit Oerme.

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